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Bücherwürmer unter sich: Unterstützt von Bürgermeister Manfred Ranft (r.) und dem Jugendbuchautor Jaromir Konecny (3. v. r.) überreichte Medienzentrum-Leiterin Gabi Vogel (2. v. l., verdeckt) die Preise an die fleißigen Leser.

Hier lohnt sich das Lesen gleich mehrfach

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Wartenberg – Die Preisverleihung zum Abschluss der Ferienaktion „Lesen was geht“ des Medienzentrums Wartenberg wurde am Samstag zu einer spannenden, unterhaltsamen und lehrreichen Veranstaltung.

Büchereileiterin Gabi Vogel konnte zum Vorjahr eine deutliche Steigerung bei allen relevanten Zahlen melden: So machten heuer 77 Kinder von sieben bis 14 Jahren mit (+ 11). Rund 300 Bücher gingen zu diesem Zweck über die Verbuchungstheke.

Fast alle haben drei oder mehr Bücher gelesen, und ab drei gibt es eine Urkunde. Sebastian Kroiß hat dabei das geradezu unglaubliche Pensum von 40 Büchern geschafft. Dass er sie wirklich gelesen haben muss, garantieren die Teilnahmebedingungen: Es sind ausgefüllte Bewertungskarten für die Bücher abzugeben, und diese berechtigen zur Teilnahme an der Verlosung. Vogel machte aber deutlich, dass pro Teilnehmer nur eine Bewertungskarte als Los in die große Trommel gekommen sei, um Chancengleichheit zu wahren.

Gewinnen konnten nur die Kinder, die am Samstag da waren. Da werden sich einige vielleicht geärgert haben: Diejenigen, die gezogen wurden, als es um den Hauptpreis – eine Jahresmitgliedschaft im Deutschen Museum – ging, aber eben fehlten. Am Schluss war die Lostrommel leer, der Preis aber noch nicht vergeben. Also landeten alle Karten wieder in der Trommel – auch die derjenigen, die schon gewonnen hatten. Freuen durfte sich am Ende Paul Vogler aus Fraunberg. Der zweite Preis, ein Nachmittag in der Therme Erding, ging an Florian Straßberger. Als Drittplatzierte bekam Rebecca Benner das neue Spiel „Stone Age Junior“.

Bei der Verlosung wirkte nun jemand mit, den Vogel als Überraschungsgast angekündigt hatte: Jaromir Konecny aus München, ein aus Tschechien stammender Jugendbuchautor, dessen „Doktor-Spiele“ schon verfilmt wurden. Konecny erzählte erst einmal von seinen Schwierigkeiten mit der deutschen Sprache: „Nur die verflixten Umlaute, die bringen einen Tschechen wirklich um.“ Nun, der Autor lebt noch, und das nicht schlecht.

Lesen fördert die Sprache, das ist eine Binsenweisheit, aber er verstand es, diese auch unter die zumeist etwas lesefaulere männliche Jugend zu bringen: „Wenn du viel liest, kannst du mit den Mädchen besser reden, und das ist wichtig!“ Die Botschaft dürfte angekommen sein.

Konecny gab dann noch konkrete Tipps, wie man zum Schreiben kommen kann: „Ich würde mit kurzen Texten anfangen. Die Lust am Roman kommt später.“ Als er dann aber auch noch das Jonglieren anfing und Konzentrationsübungen mit seinem Publikum machte, waren die Gäste im Medienzentrum hingerissen.  klk

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