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Das Spielwarenflohmarkt-Team (v. l.): Melanie Thaler, Melanie Kollmannsberger, Monika Weidler, Agnes Gneißl, Irmi Knauer und Christa Heidegger.

15 Jahre Spielwarenbasar in Wörth

„Das Flohmarkt-Fieber wird man schwer los“

Wörth – Vor 15 Jahren wurde der beliebte Flohmarkt für Spielwaren und Wintersportartikel in Wörth aus der Taufe gehoben. Seitdem erfreut er sich ungebrochenen Zuspruchs. Zum 15. Jubiläum blicken wir in die Geschichte des Basars.

Schönes Spielzeug, das zum Wegwerfen viel zu schade ist, sollte nicht in den Schränken verstauben. Es sollte zu familienfreundlichen Preisen verkauft werden und so noch viele Kinderherzen erfreuen: Diese Idee kam vor 15 Jahren dem damaligen Elternbeirat des Wörther Kindergartens. Er hob den Wörther Flohmarkt für Spielwaren und Wintersportartikel aus der Taufe. Frauen der ersten Stunde waren Christa Heidegger, Petra Florian und Beate Ortmeier. Die drei Gründungsmütter sind immer noch dabei. „Das Flohmarkt-Fieber wird man nur schwer wieder los. Und das, obwohl unsere Kinder inzwischen schon fast alle erwachsen sind“, erzählen sie.

Das Organisationssystem wurde mit steigender Erfahrung im Laufe der Zeit immer effektiver. Um nicht von den Waren überrollt zu werden, sind sie pro Anbieter auf 30 Teile beschränkt. Heideggers Mann Thomas hat für die schnelle finanzielle Abwicklung ein Computerprogramm entwickelt. Vorab werden die Aufgabengebiete auf das zehnköpfige Team verteilt. Da gilt es, Werbung zu machen, die Anmeldungen und Finanzen zu regeln sowie sich um Kaffee- und Kuchenspenden zu kümmern. Man sei bestrebt, immer auch neue Kontakte zu knüpfen und weitere Mitstreiterinnen zu finden, um neue Ideen zu bekommen, erzählt Monika Weidler.

Was ist anders als früher? „Der Trend ändert sich“, sagt Heidegger. Waren früher Playmobil, Lego und Barbiepuppen „die Reißer“, so seien es heute mehr Computer-Games. Bücher und Gesellschaftsspiele würden nach wie vor gut gehen. Die rund 500 Bücher etwa, die jedes Mal verkauft werden, ordnet das Team nach Altersgruppen und Themen. Und dann gebe es noch „gute Bekannte“, die einem immer wieder begegnen. Einmal sei das ein großer Roboter gewesen, der wiederholt auf dem Verkaufstisch landete.

Die Waren werden auf Kommission verkauft. 15 Prozent des Erlöses gehen jedes Jahr an soziale und öffentliche Einrichtungen, beispielsweise ans Leserhilfswerk „Licht in die Herzen“ des Erdinger/Dorfener Anzeiger. „Über die Jahre ist so eine Spendensumme von rund 10 000 Euro zusammengekommen“, erzählt Weidler.

Das Zitherspiel von Georg Klinger begleitet den Flohmarkt seit vielen Jahren. Heuer singt auch der Wörther Kinderchor. Am Verkaufstag selbst kümmern sich rund 20 Leute um den Ablauf.

Der Jubiläumsflohmarkt

findet am Samstag, 19. November, von 13 bis 15.30 Uhr im Pfarrheim Wörth statt. Um 14.30 Uhr singt der Kinderchor Wörth, außerdem gibt es Kaffee und Kuchen. Die Anmeldung mit Nummernvergabe und die Zusagen für Kuchenspenden werden von 17. Oktober bis 14. November per E-Mail an spielwarenbasar.woerth @t-online.de entgegengenommen.

Vroni Vogel

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