Adventspiel in der Tüntenhausener Kirche

Himmlische Klänge, szenische Glanzpunkte

Tüntenhausen – Stille und innere Einkehr: in der Kirche und in der Seele. Die perfekte Einstimmung auf den Advent erlebten die Besucher der Tüntenhausener St. Michaels-Kirche am Samstagabend.

Der Tüntenhausener Kirchenchor war ein wichtiges und stimmgewaltiges Element im Gesamtkonzept des stimmungsvollen Abends.

Das Volksmusikarchiv des Bezirks von Oberbayern hatte ein Instrumentaltrio (Klarinette, Geige und Cello), ein Blechbläserquartett unter der Leitung von Sebastian Hafner, fünf Laienschauspieler unter Leitung von Claudia Harlacher und Volksmusikpfleger Ernst Schusser entsendet: Die führten zusammen mit dem Tüntenhausener Kirchenchor ein Adventspiel der besonderen Art auf.

Eindrucksvolle Szenen aus der Bibel gestalteten die Laienschauspieler in der Kirche St. Michael in Tüntenhausen.

Schon der durch Kerzen erhellte Treppenaufgang zur Kirche tauchte den Abend in eine ganz besondere Stimmung. Schusser, der den Abend mit einer kurzen Begrüßung eröffnete, bat dann auch später darum, nach der Vorstellung nicht zu klatschen. In Ruhe sollte man das Gotteshaus verlassen und das Adventspiel „Es wird ein Stern aufgehen“, das auf traditionellen Grundlagen basiert, dadurch nachwirken lassen. Da war die Segnung des großen Adventskranzes durch Pater Maria-Soosai ein perfekter Einstieg. Danach füllte Musik den Raum. Der Tüntenhausener Kirchenchor unter der Leitung von Hans Vasold und die Gastmusiker schufen eine eindrucksvolle Klangwolke.

Es war ein wahrer Genuss, dem perfekten Zusammenspiel von Streichern, Bläsern und Gesang zu lauschen. Immer wieder durften die Zuhörer einstimmen und wurden so zu einem Bestandteil des vorweihnachtlichen Abends.

Dazwischen schlugen die Schauspieler mit ihren Szenen einen Bogen von Adam und Eva bis hin zur Verkündigung des Heilands an Maria. So sollte dem Publikum vermittelt werden, dass der Inhalt der Bibel mehr bedeutet, als eine Sammlung von Erzählungen und Gleichnissen. Im Gegenteil: Alles gehört zusammen und greift ineinander. Da passte es auch, dass am Ende alle miteinander „Tauet, Himmel, den Gerechten“ anstimmten.  yv

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