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Der junge neue Chef der CSU, Manuel Mück (hinten), ein CSU-Urgestein, Leonhard Held und die 50 Jahre alte Gründungsurkunde.

50 Jahre CSU-Ortsverband Allershausen

Heimatverbunden

Allershausen - „Bewährtes erhalten, Neues aktiv mitgestalten“: Das ist seit jeher der Slogan der CSU in Allershausen – heute ebenso wie vor 50 Jahren. Damals wurde der Ortsverband aus der Taufe gehoben. Ein Rückblick.

Sie wollen die Heimat Heimat sein lassen und sich bei der Aufgabenerfüllung nicht nur der Pflicht, sondern zur richtigen Zeit auch der Kür widmen. So sieht der Ortsvorsitzende der CSU Allershausen, Manuel Mück, die Richtung, in der sich seine Partei seit Jahren in Allershausen bewegt, die Basis, auf der Beschlüsse begründet sind. In diesem Jahr feiert der Ortsverein seinen 50. Geburtstag. Und seit der Gründung vor einem halben Jahrhundert ist viel passiert: Viele Pflichtaufgaben auf der „To-do-Liste“ der Gemeinde konnten abgehakt werden. Leonhard Held, ein CSU-Urgestein, der nach einer 18-jährigen Pause 2014 wieder in den Gemeinderat zurückgekehrt ist, erinnert sich an die Anfangszeiten der Christsozialen in Allershausen.

Der Ortsverband sei aufgrund des Wunsches und der Vorgabe „von oben“ gegründet worden, die CSU müsse vor Ort vertreten sein. Diese Entscheidung habe sich schnell als goldrichtig herausgestellt, wie Held betont. Die CSU legte einen Traumstart hin, stellte über viele Jahre hinweg mit Heinrich Winkler den Bürgermeister. „Allershausen, wie es heute ist, wurde von der CSU mitgeprägt“, betont auch Manuel Mück. Skandale, große Schlagzeilen in den vergangenen 50 Jahren? Fehlanzeige. Das bekräftigte vor 25 Jahren auch der damalige CSU-Chef Allershausens, Ludwig Flörs, in seiner Rede zum 25. Geburtstag: „Wenn auch unser Ortsverband nicht zu denen zählt, die mit großen Schlagzeilen im Landkreis von sich reden macht, so glaube ich doch, dass wir zu denen gehören, die ihren Auftrag sachgemäß erfüllt haben.“ Beispielsweise mit dem Gewerbegebiet Kammerfeld. Mit der Erschließung in den 1980er Jahren hat die Gemeinde zahlreiche wichtige Gewerbesteuerzahler nach Allershausen gelockt. Die wiederum haben Geld in die Gemeindekasse gespült, mit denen wichtige Projekte – über die Pflichtaufgaben hinaus – realisiert wurden. „Dass wir seit vielen Jahren schuldenfrei sind, ist auch der Weitsicht der Gewerbeansiedlung von damals zu verdanken“, betont Held.

Gestartet ist der Ortsverband am 2. September 1966 mit 13 Mitgliedern. 25 Jahre später zählte man 70, heute sind noch 56 Bürger aus dem Gemeindegebiet Allershausen CSU-Mitglied. Der Wendepunkt in der Vereinsgeschichte liegt im Jahr 1996: Bei den Kommunalwahlen schickten die Freien Wähler Allershausens damals Rupert Popp ins Rennen, der sich gegen den CSU-Kandidaten Thomas Zwingler durchsetzen konnte. Popp ist seither Allershausens Bürgermeister. Auch die jüngsten Wahlen im Jahr 2014 konnte er wieder für sich entscheiden. Angetreten war der damals 26-Jährige Ortsvorsitzende Manuel Mück. Und er schaffte es „aus dem Stand“, solide 25,2 Prozent der Wählerstimmen für sich zu verbuchen. Gereicht hat das freilich nicht, doch möchte Mück die Erfahrung des Wahlkampfes nicht missen: „Ich bereue nichts.“ Nicht zufriedenstellend für die Christsozialen sind die aktuellen Mehrheitsverhältnisse im Gemeinderat: Zwölf Sitze (inklusive Bürgermeister) hat die PFW-Fraktion inne, sieben die CSU, zwei die SPD. „Da tun wir uns bei gewissen Dingen und Themen einfach schwer“, räumt Mück ein.

Doch gibt es ihn wirklich, den großen Unterschied zwischen den beiden großen politischen Lagern vor Ort? „Auf Gemeindeebene ist es schwierig, eine konkrete Abgrenzung zu benennen“, sagt Mück. Man habe natürlich einen gewissen Gleichklang, weil es einfach immer um das Wohl der Bürger vor Ort gehe. Einen entscheidenden Vorteil, den die Freien Wähler gegenüber der CSU haben: „Sie werden, anders als wir, nicht mit der großen Politik in einen Topf geschmissen.“ Und leider seien die Stammwähler von früher diejenigen, die am wenigsten zufrieden sind mit der großen Politik: die Landwirte. Und das ließen sie eben den CSU-Ortsverein vor Ort spüren. Was wäre, wenn die CSU Allershausen die Mehrheit im Gemeinderat hätte? „Dann würden wir wohl die Straßenausbaubeitragssatzung abschaffen“, sagen Mück und Held. Ein Punkt, bei dem die CSU vor Ort gegen den Strom der großen Politik schwimmt. Ansonsten stehe alles auf der Agenda, was zur Verbesserung der Lebensqualität beitrage: Verkehrsberuhigung, ein Einheimischenmodell für junge Familien, Ausweisung von Gewerbeflächen, Schaffung von Arbeitsplätzen. Leonhard Held formuliert den Wunsch für die kommenden 50 Jahre so: „Es wäre schön, wenn sich auch künftig mutige, junge Leute in der Kommunalpolitik engagieren und sich für eine positive Weiterentwicklung unserer Heimat im Sinne der christsozialen Werte aktiv.

Großes Fest am 27. Juli 

Einen Tag vor dem offiziellen Volksfestbeginn lädt die CSU bereits ins Festzelt in Allershausen ein. Eigentlich hatte Minister Markus Söder sein Kommen zugesagt, musste aber kurzfristig wegen wichtiger anderer Termine wieder absagen. Als Festredner fungiert nun kurzfristig der Europaabgeordnete Manfred Weber. Beginn des Festes am Mittwoch, 27. Juli, ist um 18 Uhr. Es spielt die Blaskapelle Hohenkammer.

einsetzen.“

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