Ampertal-Bürgermeister bleiben skeptisch

Lärmschutz an der A9: Dobrindt hat’s versprochen

Ampertal - Und wieder was Neues zur A 9: Jetzt könnte es doch was werden mit dem Lärmschutz zwischen Neufahrn und dem Autobahndreieck Holledau. Der Verkehrsminister hat das gesagt. Doch die Bürgermeister sind und bleiben skeptisch

Groß war der Ärger darüber, dass im Bundesverkehrswegeplan 2030 der achtspurige Ausbau der A 9 nur unter „Weiterer Bedarf“ geführt wurde. Nicht nur der SPD-Bundestagsabgeordnete Ewald Schurer war darüber stinksauer (wir haben gestern berichtet). Denn bisher, so die Rechtslage und alle Aussagen aus Berlin, werde der längst erforderliche Lärmschutz entlang der Strecke zwischen Neufahrn und Dreieck Holledau erst dann gebaut, wenn es den achtspurigen Vollausbau für die A 9 gebe. 

Doch die Sachlage hat sich anscheinend geändert. Schurer teilte gestern mit, was sich beim Besuch von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) bei der Bundestagsfraktion der SPD am Donnerstagabend ergeben habe. Von Schurer auf die in seinen Augen unzureichende Einstufung der A 9 angesprochen, habe Dobrindt folgendes zugesagt: Auch wenn der Ausbau erst bis 2030 vorgesehen sei, sei geplant, dass der erforderliche Lärmschutz vollumfänglich und komplett vorgezogen werde. 

Sprich: Die Anliegergemeinden, neben Allershausen vor allem Paunzhausen und Schweitenkirchen (Landkreis Pfaffenhofen), würden den seit Jahren geforderten Lärmschutz nun doch auch ohne Vollausbau der A 9 bekommen. „Er hat das fest versprochen“, so Schurer. Jubel in den Ampertalgemeinden? Mitnichten. Paunzhausens Bürgermeister Johann Daniel gab sich „verhalten optimistisch“. Er lasse sich gerne positiv überraschen, glaube aber erst daran, wenn sich tatsächlich etwas tue. Denn „vorgezogen“, so Daniel, sei ein dehnbarer Begriff. Wenn die A 9 bis 2030 achtspurig ausgebaut werde, dann sei auch ein Lärmschutz im Jahre 2029 vorgezogen. 

Woher die Skepsis rührt? Schon für die Fertigstellung der Standstreifenfreigabe zwischen Allershausen und Dreieck Holledau sei dem Bund das Geld ausgegangen, so dass der erst heuer abgeschlossen werde (mit vielen Konsequenzen für das Ampertal; Bericht Seite 8). Und da soll man dann glauben, dass der Lärmschutz für eine 216,5 Millionen Euro teure Maßnahme vorzeitig realisiert werde? Wenn es so wäre, dann beglückwünsche er die Nachbarn in Paunzhausen und Schweitenkirchen, so die Reaktion von Allershausens Bürgermeister Rupert Popp. Aber auch er könne und wolle daran noch nicht so recht glauben. „Wissen Sie, ich bin ein gebranntes Kind“, so der Sprecher der ILE-Ampertalgemeinden.

Auch Popp erinnert sich noch gut daran, dass es vor rund zwei Jahren bei einem hochkarätigen Treffen geheißen habe, die Standstreifenfreigabe werde demnächst erfolgen. Und 14 Tage später habe man erfahren, dass die Maßnahme verschoben werden müsse. Zudem könne er sich nicht vorstellen, dass in Dobrindts Aussage der Lärmschutz bei Allershausen zwischen der Firma Yaskawa und dem Ortsteil Eggenberg eine Rolle spiele. Trotzdem: Wenn der Lärmschutz für die anderen Gemeinden tatsächlich komme, dann: „Gratulation!“

Rubriklistenbild: © dpa

Mehr zum Thema

Auch interessant

<center>Höfer1 - Pinot Sekt brut 0,75 l</center>

Höfer1 - Pinot Sekt brut 0,75 l

Höfer1 - Pinot Sekt brut 0,75 l
<center>Schokoladen-Set "Alles Liebe" zum Selbermachen</center>

Schokoladen-Set "Alles Liebe" zum Selbermachen

Schokoladen-Set "Alles Liebe" zum Selbermachen
<center>Samt-Trachtenhut mit Hahnenschlappenfeder fuchsia</center>

Samt-Trachtenhut mit Hahnenschlappenfeder fuchsia

Samt-Trachtenhut mit Hahnenschlappenfeder fuchsia
<center>Wiesn Editionskrug Nr.2 "Gronemeyer-Schilz" 1,0 l mit Deckel</center>

Wiesn Editionskrug Nr.2 "Gronemeyer-Schilz" 1,0 l mit Deckel

Wiesn Editionskrug Nr.2 "Gronemeyer-Schilz" 1,0 l mit Deckel

Meistgelesene Artikel

Max Maillinger gibt Führung des Arbeitskreises 55Plus ab

Langenbach - Eine Art Wachwechsel gab es am Samstag beim Seniorenadvent der Gemeinde und des Pfarrverbands Langenbach/Oberhummel: Dort wurde Max Maillinger, langjähriger …
Max Maillinger gibt Führung des Arbeitskreises 55Plus ab

Fein g’spuit, sauber g’sunga

Freising – Am Anfang stand der Schock. Doch obwohl am Vorabend die Reichersdorfer Sänger krankheitsbedingt absagen mussten, wurde das Alpenländische Adventssingen des …
Fein g’spuit, sauber g’sunga

Das Jahr der Baustellen

Freising – Bei der Neugestaltung der Freisinger Innenstadt geht es 2017 ans Eingemachte. Baustellen wird zuhauf geben. Ab März wird gleich an mehreren Stellen gewerkelt …
Das Jahr der Baustellen

Zweitägiger Budenzauber mit Fortsetzungsgarantie

Eching - „Wollen wir froh und munter sein?“, fragte Erzieherin Ingrid Lindbüchl die Kinder der Kita Regenbogen am Adventssamstag zum Start des Christkindlmarkts. Ein …
Zweitägiger Budenzauber mit Fortsetzungsgarantie

Kommentare