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Da ging es Mohrle noch gut: Der Border Collie aus Rohregg (Markt Au) hat sich in der Nacht zum Freitag offenbar eine Vergiftung zugezogen.

Polizei schließt organisierten Täter aus

Hund im Markt Au wohl vergiftet: Was steckt dahinter?

Rohregg - Von einem Tag auf dem anderen geht es Border Collie Mohrle schlecht. Die behandelnde Tierärztin kommt zu dem Schluss, dass der Hund eine Vergiftung erlitten hat. Es ist bereits der vierte Fall binnen kürzester Zeit und aus nächster Umgebung, der bei der Polizei zur Anzeige gebracht wurde.

Margarete Reuschlein erkennt ihren Hund Mohrle fast nicht wieder, als sie mit ihm am Freitagmorgen spazieren geht. Die Border-Collie-Dame, die normalerweise fröhlich um die Besitzerin der Pferdepension Gut Rohregg (Markt Au) herumwuselt, gibt kaum einen Laut von sich. Als die zehnjährige Hundedame plötzlich ohne ersichtlichen Grund mit den Beinen wegknickt, schrillen beim Frauchen die ersten Alarmglocken. „Da habe ich mir gedacht: Irgendetwas stimmt nicht.“ Binnen einer Stunde erhärtet sich der Verdacht. Mohrle hat ungewöhnlich hohen Speichelfluss, der sich verstärkt. Die Koordination der Hündin wird indes immer schlechter. „Am Ende konnte sie gar nicht mehr gerade laufen“, berichtet Margarete Reuschlein. „Sie ist sogar gegen Wände gerannt.“

Sie packt ihre Hündin und fährt zum Tierarzt. Als sie dort ankommen, leidet Mohrle bereits unter Krämpfen. Der Border Collie bekommt Infusionen und Kohletabletten, etwas für den Magen und etwas gegen die Krämpfe, wie Margarete Reuschlein berichtet. „Wir haben drei Stunden lang gekämpft, bis wir das in den Griff bekommen haben.“ Am Ende habe ihr die Tierärztin erklärt: Alles deutet auf eine Vergiftung hin – mit Schlafmittel, Beruhigungsmittel oder Psychopharmaka.

Ist Mohrle vergiftet worden? Wenn ja, hätte der Täter den präparierten Köder nicht irgendwo am Straßenrand ausgelegt, sondern gezielt auf den Hof der Familie geworfen. Denn die Hündin ist über Nacht immer angekettet. Nach zwei Tagen Bedenkzeit geht Margarete Reuschlein am Sonntag zur Polizei und erstattet Anzeige. „Inzwischen habe ich mitbekommen, dass wir kein Einzelfall sind.“ Im rund sieben Kilometer entfernten Gebrontshausen (Gemeinde Wolnzach) seien im Zeitraum von 14 Tagen ebenfalls Hunde vergiftet worden.

Hans-Jürgen Hintermeier von der Polizeiinspektion Geisenfeld bestätigt, dass in den letzten zwei Wochen drei Anzeigen eingegangen sind. Nur in einem Fall bestätigte sich der Verdacht nicht. Bei einem anderen steht das Ergebnis noch aus, ein dritter Hund wurde tatsächlich vergiftet. Allerdings habe das betroffene Tier andere Symptome aufgewiesen als der Border Collie aus Rohregg, wie der Ermittler betont. Symptome, die eher auf Rattengift als auf Beruhigungsmittel hinweisen. Hintermeiers Fazit: „Dass hier ein Einzelner durch die Lande zieht, um Hunde zu vergiften, ist mehr als abwegig.“

Mohrle ist inzwischen wieder auf den Beinen, die Alte ist sie aber noch nicht. „Früher hat sie gleich alle freudig begrüßt. Sie war ein lebendiges Klingelschild“ erzählt Margarete Reuschlein. „Davon ist sie noch weit entfernt.“ Andere Hundebesitzer in der Umgebung bittet sie darum, wachsam zu sein.

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