Austausch-Schüler zurück aus fernen Ländern

„Ich wäre gerne länger geblieben“

Freising - Von Reisen in die Provence bis hin zu Safari-Touren durch Südafrika: Drei Schülerinnen des Camerloher- und eine vom Dom-Gymnasium sind kürzlich von ihren Auslandsaufenthalten zurückgekommen. Und der Schüleraustausch hat ihnen allen so gut gefallen, dass sie fast nicht mehr nach Hause wollten.

„Es hörte sich an, als könnte man da eine gute Zeit verbringen.“ Das ist Clara Ziegltrums Antwort auf die Frage, warum sie vor einigen Monaten Brasilien für ihren Schüleraustausch auserwählt hatte. Und ihre Erwartungen wurden nicht enttäuscht: „Ich habe mich sofort pudelwohl gefühlt.“ Darin sind sich die vier Schülerinnen einig. Sie alle haben nette Bekanntschaften gemacht, ein neues Land und eine neue Sprache kennengelernt – alles Erfahrungen, die ihnen niemand mehr nehmen kann.

Doch der Reihe nach: Nicole Hahn (17) und Katharina Horban (16) aus der Q 11 des Camerloher-Gymnasiums haben beide ein ganzes Jahr im Ausland verbracht. Nicole in Brasilien und Katharina in Frankreich. Doch auch für Zehntklässlerin Clara Ziegltrum (15) vom Dom-Gymnasium und Marie Kramer (16), ebenfalls aus der Q 11 des Camerloher, ging’s in ferne Länder: Clara wählte Brasilien, Marie Südafrika. Möglich gemacht hat das alles der Rotary Club Freising. Vorige Woche präsentierten die vier Schülerinnen nun im Hofbrauhauskeller ihren Eltern, Schulleitern und Lehrern sowie den Mitgliedern des Rotary Clubs, was sie im Ausland alles erlebt haben.

Powerpoint-Präsentation mit Bildern aus Brasilien

Den Anfang macht Clara Ziegltrum, die bei einer Powerpoint-Präsentation Bilder von ihrem siebenwöchigen Brasilien-Aufenthalt zeigt. Auf den Fotos sieht man sie, die Gastfamilie, viele lachende Gesichter und jede Menge landestypische Speisen. Glücklich erzählt sie von einer Rundreise durch Brasilien, von ihren Ausflügen mit der Gastfamilie und den Hauptnahrungsmitteln der Brasilianer: Fleisch, Reis und Bohnen. Das gab’s fast jeden Tag. „Ich wäre gerne länger geblieben“, sagt die junge Freisingerin. Doch sie freut sich schon auf den Dezember: Denn da kommt ihre Austauschschülerin zu ihr nach Deutschland.

Auch die 16-jährige Marie Kramer hat viel von ihren Erlebnissen in Südafrika zu erzählen: Trotz einiger Monate Vorbereitungszeit habe sie erst im Flieger realisiert, dass sie ihre Eltern und Freunde sechs Wochen nicht sehen würde. „Meine Mutter hat immer gesagt: Südafrika, da wirst du ausgeraubt. Aber nein, ich wurde nicht ausgeraubt“, sagt Marie mit einem Augenzwinkern. Stattdessen durfte die Freisingerin spannende Wochen bei einer lieben Gastfamilie verbringen, die mit ihr viele Ausflüge unternommen hat: Gleich am ersten Tag lud der Gastvater sie zu einem Rugby-Spiel ein. Zudem machten sie gemeinsam Safari-Touren – und einmal stand sogar Bungee Jumping auf dem Programm. „Richtig cool“ – dieser Satz kommt Marie immer wieder über ihre Lippen, als sie ihre Erlebnisse beschreibt. Dann ging es aber auch schon wieder zurück nach Deutschland – „leider“.

"Ich wollte so was schon immer machen"

Katharina Horban aus Eching hatte sich dazu entschlossen, gleich ein ganzes Jahr im Ausland zu verbringen, genauer: in Frankreich. „Ich wollte so was schon immer machen“, begründet die 16-Jährige ihre Entscheidung, ein Jahr lang bei fünf verschiedenen Gastfamilien zu leben. Am besten habe ihr das französische Essen gefallen – doch auch die Gastfreundschaft ließ keine Wünsche offen.

Katharina ging in diesem Jahr aber nicht nur auf eine französische Schule, sondern machte auch viele Reisen: Provence, Normandie, Paris – sie hatte sich vorgenommen, jede Gelegenheit beim Schopf zu packen. Ein Zeugnis ihrer vielen Bekanntschaften und Reisen ist übrigens ihre Rotary-Jacke – ein dunkler Blazer, voll besetzt mit Aufnähern und Anstecknadeln. Tritt man nämlich einen Auslandsaufenthalt mit dem Rotary Club an, nimmt man Anstecknadeln von zu Hause mit. Trifft man dann einen Gleichgesinnten, tauscht man diese untereinander aus – und steckt sie sich an die Jacke.

„Meine Rundreise durch Brasilien war das schönste Erlebnis“, erzählt die 17-jährige Nicole Hahn aus Freising. Wie auch Katharina, hatte sie ein Jahr in mehreren Gastfamilien verbracht. Zu viele Gedanken habe sie sich vor der Abreise nach Brasilien nicht gemacht: „Ich hatte keine Erwartungen, weil ich nicht wusste, was dort auf mich zukommen wurde.“

Umso größer war die Überraschung, als im ersten Monat eine Rundreise mit anderen Austauschschülern durch das Land anstand. Die Offenheit und Gastfreundschaft der Brasilianer haben ihr besonders gefallen. Nur jeden Tag Reis und Fleisch – „das wird nach einem Jahr doch ziemlich fad“, sagt Nicole.

Ganz anders sieht es für Riho Sannohe aus Japan und Edward Schargel Cabezon aus Spanien aus: Die beiden Schüler sind gerade in ihren Gastfamilien im Landkreis eingetroffen und werden während ihres Deutschland-Aufenthalts ins Camerloher- beziehungsweise ins Josef-Hofmiller-Gymnasium gehen. Sie haben noch viele spannende Erlebnisse vor sich.

Doch eine Erfahrung haben sie bereits beim Rotary-Treffen gemacht: Da gab’s für die beiden Schnitzel mit Kartoffelsalat.

Victoria Stettner

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