Erfolgreiche Nachwahlen: (v. l.) Damian Edfelder (JU-Ortsvorsitzender), Vivienne Zenz (neue Beisitzerin) und Martin Hauner (JU-Kreisvorsitzender). Foto: Oestereich

Braucht die JU bald eine "Männerquote"?

Hallbergmoos - 50 Prozent Frauen in der Führungsriege: Mit dieser Quote hatte die Junge Union im vergangenen Jahr schon aufhorchen lassen. Jetzt setzte die CSU-Nachwuchsorganisation noch eins drauf: Mit dem Aufrücken von Vivienne Zenz in den Vorstand sind es nun stolze 60 Prozent.

Zum Jahrestreffen mit Nachwahlen traf sich der Ortsverband am Dienstag im Wirtshaus „Zum Kramer“. Nachwahlen gab’s deshalb, weil Beisitzer Andreas Zeilhofer aus beruflichen Gründen aus dem JU-Führungsstab ausgeschieden ist. Zur Nachfolgerin wurde die erst 16-jährige Schülerin Vivienne Zenz mit einstimmigen Votum gewählt. Damit sind acht von 13 Vorstandsposten in weiblicher Hand. Die Freude darüber war Damian Edfelder (Ortsvorsitzender) deutlich anzumerken: „Vielleicht muss die JU bald mal über eine Männerquote nachdenken“, scherzte er.

Was die Mitgliederzahlen angeht, sind die Männer noch das stärkere Geschlecht: Von 27 Mitgliedern sind 16 (59 Prozent) männlich. Das Durchschnittsalter liegt bei 25,9 Jahren (-0,3). Lob von Bürgermeister Harald Reents (CSU), Martin Hauner (Kreis-JU) und Gabriele Partsch (FU-Vorsitzende) gab’s für den politischen Nachwuchs reichlich: Reents, „Vor-Vorgänger“ Edfelders an der JU-Spitze, freute sich über die positive Entwicklung des Ortsverbandes: „Die Gemeinschaft passt, ihre seid politisch wie gesellschaftlich sehr aktiv.“ So habe die JU, wie Reents sagte, mit ihrer „Fitnessstudio-Umfrage“ einen Stein ins Rollen gebracht: Die Gemeinde sei nun „in ernsthaften Verhandlungen“ mit einem Interessenten.

„Zeit dad’s werden“, unterstrich Edfelder mit Blick auf 11 000 Einwohner und „genügend Sportler“ vor Ort. Eine enge Verbindung und starke Präsenz im Kreisverband attestierte Hauner. Bei Themen wie Bildung, Generationengerechtigkeit und aktuell dem Kampf um ein bezahlbares Semesterticket für Studenten in München sei die Junge Union gefordert.

Schafkopf-, Watt- und Beachvolleyballturnier stehen auch heuer wieder auf dem Terminplan - ebenso wie der JU-Nikolausdienst und die Teilnahmen an gesellschaftlichen Veranstaltungen. 3300 Euro für örtliche Kindergärten brachte der JU-Spendenlauf im Sportpark ein.

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