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Doris und Ingrid Kaiser

Gewinner des dahome-Gewinnspiels „Zwillinge gesucht“

Doris und Ingrid Kaiser: so ähnlich und doch irgendwie anders

Doris sieht so aus wie Ingrid. Oder muss man sagen: Ingrid sieht so aus wie Doris? Jedenfalls haben beide die gleichen strahlend blauen Augen, die gleiche Form der Nase, Mund und Lippen.

Man muss schon ganz genau hinschauen, um bei Ingrid und Doris Kaiser einen Unterschied im Gesicht festzustellen. Klar, Ingrid hat die Haare lang, Doris kurz. Doris‘ Haut ist bräuner, denn sie kommt gerade aus dem Urlaub. Aber trotzdem, nur ein oder zwei winzige Unterschiede bei der Haut oder der Wölbung der Augenbrauen machen den Unterschied zwischen den beiden eineiigen Zwillingen aus. Äußerlich gleich, mit den gleichen Interessen und Neigungen, wollten sie doch von Beginn an immer als eigeständige, unikate Persönlichkeiten gesehen werden.

Gleich und doch anders

Eineiige Zwillinge sind faszinierende Wesen. Sie werden mit dem gleichen Erbgut geboren und entwickeln im Laufe ihres Lebens erstaunliche Gemeinsamkeiten – aber auch bemerkenswerte Unterschiede. „Wir sind ja überhaupt nicht esoterisch angehaucht, aber zwischen uns, da besteht schon ein ganz besonderes Band“, so Doris. Die frühe Erfahrung der Nähe des anderen macht sie irgendwie ultrasensibel füreinander. Doris ist die Ältere, 30 Minuten früher als Ingrid, beide wurden am 18. September 1963 in Freising geboren. Aber nur weil sie am selben Tag zur Welt kamen, mögen Doris und Ingrid nicht immer die gleichen Dinge. Doris ist der Sommertyp, mag die Hitze und die Sonne und fährt im Urlaub nur Richtung Süden. Ingrid liebt das Kühle, den Winter und den Schnee. Doris mag fürs Leben gern alle Gewürze, isst aber kein Tier. „Igitt, ich mag das gar nicht, vor allem keinen Knoblauch und ich esse Fisch!“, entfährt es Ingrid. Beide eint die Liebe zu Tieren. „Aber nur die ‚Gebrauchten‘, wir setzen und für die Benachteiligten oder die keiner haben will ein“, lachen die Beiden. Und sie sind beide sehr sportlich, waren in den Jugendjahren die härtesten Konkurrenten beim Schwimmen.

Wer ist wer?

Aber, mit einem Zwilling aufzuwachsen ist gar nicht so einfach. Wer ständig sein Ebenbild im Blick hat, hat es schwerer, seine eigene Persönlichkeit herauszubilden, das war auch bei Doris und Ingrid so. „Wir waren immer die Kaiser-Zwillinge, mussten stets das Gleiche anziehen, hatten die gleich langen Haare, oft zu Affenschaukeln gebunden. Das war furchtbar!“, kommt es – wie sollte es anders sein – aus einem Munde. Übrigens haben die beiden auch die absolut gleiche Stimme. So identisch, dass sogar Ingrids Tochter nicht erkennt, wen sie am Telefon hat, Mutter oder Tante? „Höre ich Tonaufnahmen von uns beiden, kann auch ich nicht sagen, wer gesprochen hat“, lacht Ingrid.

Auch das „innere“ ist gleich

Im Alter von 16 Jahren grenzen sich die beiden zumindest äußerlich voneinander ab und finden ihre spezielle Rolle. „Das war befreiend, aber auch nicht einfach. Die erste Zeit fühlten wir uns wie halbiert“, erinnert sich Doris. Mit Abschluss der Realschule trennen sich ihre Wege, Doris lernte Sekretärin, Ingrid ging auf die FOS. Glücklich waren aber beide nicht in ihren Berufen, Doris machte das Abitur nach und studierte Medizin, Ingrid schloss an das Marketing- ein Pharmazie-Studium. Beide sind unglaublich ehrgeizig und müssen sich oft durchbeißen auf dem Weg in ihre Traumberufe, den der Apothekerin und der Allgemeinmedizinerin. Die eine kämpft eher mit Chemie und Latein, die andere mit den Reaktionen ihres Umfeldes, etwa wenn sie eine Eigentumswohnung zur Finanzierung des Studiums aufgibt. „Aber Menschen zu helfen, sie trösten, ihnen zuhören, das ist unser Weg! Und ganz wichtig, keine eingebildeten Schnepfen zu sein!“ Das sind sie keinesfalls, Doris und Ingrid zeichnet ein ungemeiner Wortwitz aus, in ihrer Gesellschaft fühlt man sich schnell wohl. Sie reden mit den Händen und lachen viel, auch über sich. Für Ingrids Tochter ist Doris wie die zweite Mutter, „ich bin zuständig für Arztbesuche, war mit ihr beim Kinderturnen oder fahre mit ihr heute noch hunderte Kilometer zu einem Event. Ich habe auch in meinem Beruf extra einen Babypause für meine Nichte eingelegt“ erzählt Doris.

Trennung unmöglich

Rat und Tat in allen Lebenslagen kommt auch heute noch, nach 52 Jahren immer von der Zwillings-Schwester. „Wir fühlen gleich. Schon in der Schule dachte ich mir oft: „Doris sag’s nicht, Deine Antwort ist falsch. Aber sie hat’s natürlich gesagt, und es war falsch“, lacht Ingrid. Lag Ingrid vor Jahren mit Verdacht auf Hirnhautentzündung im Krankenhaus, befielen auch Doris furchtbare Kopfschmerzen, „Ich dachte, bitte lass‘ es keine Hirnhautentzündung sein“, so Doris. Zu diesem Zeitpunkt hatten beide grade „Sendepause“ und sich einige Zeit nicht gesehen, trotzdem funktionierten anscheinend die „Antennen“. Aber heute noch die gleichen Klamotten anziehen? Doof! „Wir haben extra telefoniert, dass wir auf keinen Fall das Gleiche anziehen. Wir hatten aber beide eine Bluse im Schrank, die wir unabhängig voneinander gekauft haben. Was haben wir an, eben genau die, wie affig“, lachen die Zwillinge. Tja, was soll man da sagen? Ein Leben ohne die andere? Undenkbar und anscheinend auch unmöglich!

Schuhbauers 3-Gänge-Menue für die Zwillinge

Der Gewinn für Ingrid und Doris Kaiser ist ein wunderbares Drei-Gänge Menue inklusive alkoholfreien Getränken, Hauswein und Bier beim „Schuhbauers“ im idyllischen Kirchdorf an der Amper. Schuhbauers Küche bietet eine einzigartige Mischung aus bayerischer Bodenständigkeit und internationalem Flair, wobei fast ausschließlich regionale und saisonale Produkte verwendet werden. Deshalb steht Schuhbauers auch für Ehrlichkeit und Nachhaltigkeit, für Frische und Qualität, und natürlich für Kompetenz und Leidenschaft. Vor allem die Fleisch- und Wurstwaren, die bei Benedikt Schuhbauer auf den Teller kommen, entstammen einem geschlossenen, natürlichen Kreislauf. Schweine, Rinder, Lämmer, Geflügel und Wild kommen nicht nur aus der Region, sondern überwiegend aus dem Landkreis Freising. Aus tiergerechter Haltung und von landwirtschaftlichen Betrieben, die wiederum auf Natur- und Landschaftspflege achten. Schuhbauer freut sich über Aussagen wie: „Bei Dir bestelle ich Gerichte, die ich sonst nie bestellen würde und bin immer wieder aufs Neue begeistert! Sie sind das größte Lob.“

In unserem Magazin "daHOME" finden Sie viele weitere tolle Geschichten:

  • Der Bernei vom Domberg
  • Save food and safe food
  • Die Fellnase Jackson
  • Uvm

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