Django Asül "rockt" den Wirtschaftssommer

Hallbergmoos - Zu einem „exklusiven Abend für Entscheider“ hatte jetzt die Gemeinde Hallbergmoos ins schicke Partyzelt im Sportpark geladen. Entscheider? Das sind die Bosse der örtlichen Unternehmen, die nicht nur die Wirtschaft brummen, sondern auch die Gemeindekasse klingeln lassen.

Das blieb auch Django Asül, dem „Hauptact“ des Wirtschaftstreffs nicht verborgen. „Wir ersaufen fast in der Gewerbesteuer. Das ist es fast wurscht, ob ein halber Ostfriese Bürgermeister ist“, fasste Django Asül zu Beginn seines einstündigen Auftritts seine Eindrücke von seinem ersten Besuch mit einem Augenzwinkern zusammen.

Gut 1300 Unternehmen sind in der Kommune angesiedelt, davon etwa 215 im Munich Airport Business Park. „Wir sind froh, dass wir sie haben. Ohne sie und ihre vielfältige unternehmerische Tätigkeit wäre die Gemeinde nicht das, was sie ist“, unterstrich Bürgermeister Harald Reents in seinen Grußworten vor etwa 150 Wirtschaftsvertretern. Dieser Erfolg hat der Kommune 2015 immerhin 33,7 Millionen Euro Gewerbesteuereinnahmen beschert. Dazu verfügt Hallbergmoos über 50 Millionen Euro Finanzreserven. Mit der Einladung zur zweiten Auflage des Wirtschaftssommers wolle, so Reents, die Kommune „Danke sagen“ und gleichzeitig die Gelegenheit bieten, Kontakte zu pflegen.

Bevor bei Lounge-Musik der Kölner Band Lola und einem „Flying-Büffet“ der Parkwirtschaft die Gäste ins Gespräch kamen, hatte Django Asül das Wort. Der Kabarettist, Niederbayer mit türkischen Wurzeln, ist eine feste Größe auf Bayerns Bühnen und vielen als Fastenredner auf dem Nockherberg 2007 und Festredner beim traditionellen Maibockanstich im Hofbräuhaus in München ein Begriff. Derzeit ist der 44-Jährige mit seinem Programm „Letzte Patrone“ auf Tournee.

Beim Wirtschaftstreff bewies er bei seinem einstündigen Auftritt Insiderwisser über die Gemeinde mit eigenem Flughafen, noblem Gewerbegebiet und Vorreiterrolle bei der Abschaffung der Kameralistik: Jenes Mittel „sinnlos Geld zu verbrennen“ habe man längst verbannt und nach Brüssel „outgesourct“. Mit pointierten Analysen über Fußball-EM, EU, Willkommenskultur und Flüchtlingspolitik, Maut, bayerischem Lokalpatriotismus („Wenn der Bayer Nordseestrom will, fährt er rauf und lädt sein Handy dort auf“) und Gedankenspielen über Steuergerechtigkeit und „Off-Shore-Schnitzel“ machte er seinem Ruf als scharfsinniger Kabarettist alle Ehre.

Nach seinem Auftritt mischte sich Django Asül unter die Gäste und präsentierte sich als sympathischer Gesprächspartner, mit dem es womöglich ein Wiedersehen gibt. Wenn’s terminlich passt, könnte es 2017 einen Auftritt für die breite Öffentlichkeit geben. Django Asül ist jedenfalls nicht abgeneigt.

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