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Eching: Realschulturnhalle soll entlastet werden - neue Unterkunft im Eilverfahren beschlossen

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Eching – Im Gewerbegebiet Eching-Ost entsteht eine neue Unterkunft für zirka 250 bis 300 Flüchtlinge, als Ersatz für die aktuelle Belegung der Realschulturnhalle, die gegenwärtig nicht für den Schul- und Vereinssport genutzt werden kann.

Im Eilverfahren wurde der kurz vor Weihnachten eingereichte Bauantrag des Echinger Bauherrn zur Nutzungsänderung eines Lager- und Bürogebäudes an der Oskar-von-Miller-Straße 1a in Absprache mit dem Landratsamt in ein Wohnheim genehmigt. Hiebei kam ein nicht allzu oft praktiziertes Vorgehen nach Artikel 37 Absatz 3 der Gemeindeordnung zur Anwendung. Danach ist der Erster Bürgermeister befugt, „an Stelle des Gemeinderats oder seiner Ausschüsse dringliche Anordnungen zu treffen und unaufschiebbare Geschäfte zu besorgen.“ Darüber müssen dann die Ratsvertreter in der nächsten Sitzung in Kenntnis gesetzt werden, so geschehen in der ersten Sitzung des Bauausschusses im Neuen Jahr.

Die betreffende Immobilie befindet sich zwischen dem leer stehenden, vormaligen Kontron-Gebäude und einem Lagerverkauf (vormals Schmidt-Spiele). Aufgrund der besonderen Dringlichkeit kann gemäß §246 Abs.10 BauGB von den im Bebauungsplan festgesetzten Vorschriften für das Gewerbegebiet abgewichen werden. Dabei greifen insgesamt neue und bis Ende 2019 gültige Flüchtlingsunterbringungs-Maßnahmengesetze, mit denen der Gesetzgeber versucht, die Vorschriften für Unterkünfte auf den verschiedenen Planungs- und Genehmigungsstufen zu vereinfachen, so auch in diesem Fall bei der „Nutzungsänderung vorhandener Gebäude zum Zwecke der Flüchtlingsunterbringung“. Sichergestellt werden soll, dass für die beantragte Wohnnutzung keine Einschränkungen für die vorhandene und künftige gewerbliche Nutzung in der Umgebung entsteht.

Im Erdgeschoss des dreigeschossigen, langgestreckten Komplexes sollen 30 Zimmer für je drei bis fünf Personen entstehen, im ersten Stock 29 sowie im zweiten Obergeschoss 14, allesamt mit Dusche und WC ausgestattet. Hinzu kommen auf jeder Etage mehrere Aufenthaltsräume, insgesamt neun, sowie 10 Küchen, fünf Waschräume, zusätzlich noch Security-Räume, Büro, Hausmeisterzimmer und Erste-Hilfe-Raum. Nicht weit entfernt und vom zukünftigen Wohnheim fußläufig erreichbar sind eine Reihe von Einkaufsmöglichkeiten, darunter einige Discounter und Lebensmittelmärkte ebenso wie eine Bushaltestelle.

Die bereits angelaufenen Planungen zur Traglufthalle auf dem gemeindeeigenen Grund zwischen Kleist- und Goethestraße, S-Bahn-Linie und A9 werden zunächst einmal bis auf weiteres hinten angestellt. Ob und wann von dieser Unterkunft gegebenenfalls noch zusätzlich Gebrauch gemacht werden muss, hängt vom weiteren Zuzug ab und ist nicht kalkulierbar. Vorrangig betrieben wird aber jetzt der Umbau der Gewerbe-Immobilie.

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