Planungsausschuss beschließt

Eine Asylunterkunft für Lerchenfeld

Freising - Jetzt ist es beschlossene Sache: Lerchenfeld bekommt eine Flüchtlingsunterkunft mit 156 Plätzen. An der Katharina-Mair-Straße sollen vier Gebäude in Modulbauweise entstehen – der Planungsausschuss hat dem Projekt gestern grünes Licht gegeben.

Im November waren die Gemüter erhitzt – allerdings nicht im Planungsausschuss. Vielmehr diskutierten die Lerchenfelder bei einer Infoveranstaltung, ob die Unterkunft denn wirklich da an die Katharina-Mair-Straße müsse. Die Stimmen, die das Projekt in Frage stellten, waren laut.

Umso verwunderter war FSM-Stadtrat Anton Frankl, als bei der gestrigen Sitzung des Planungsausschusses davon die Rede war, dass es keinerlei Einwände gegeben habe. „Das habe ich in den vergangenen Wochen anders erlebt“, sagte Frankl. OB Tobias Eschenbacher sorgte für Aufklärung: „Von den Eigentümern hat niemand Einwände erhoben.“ Aber: Mieter der benachbarten Wohnungen und Häuser hätten sich schon beschwert – die haben aber baurechtlich keinen Einfluss. Deshalb wurde das so in den Akten festgehalten.

Die Nutzung der Anlage ist auf zehn Jahre befristet – so lange darf das Landratsamt das Grundstück der Stadt nutzen. Die vier Gebäude, die dort entstehen, sind unterschiedlich. Haus A, das größte von allen, hat eine Grundfläche von 396 m2 und ist dreigeschoßig. Die beiden mittleren Gebäude, die auf dem östlichen Teil des Grundstücks stehen, haben nur zwei Geschoße und eine Grundfläche von 298 m2. Das kleinste misst nur noch 85 m2.

Die Gebäude werden in Modulbauweise errichtet – was das genau heißt, wollte Norbert Gmeiner (SPD) wissen. Eschenbacher geht davon aus, dass es sich dabei um Container handeln wird. Das Grundstück solle außerdem mit einem Zaun umschlossen werden. Entlang der Straße wird eine 1,45 Meter hohe Massivbauwand mit Tür- und Toranlagen errichtet.

Schlussendlich gab es aus Sicht von OB Eschenbacher nichts mehr zu bemängeln – im Gegenteil: „Der Antrag entspricht letzten Endes exakt den Vorgaben des Bebauungsplans“, hielt er fest. Nur eine Frage hatte Karl-Heinz Freitag (FW) noch: „Was passiert nach den zehn Jahren mit dem Grundstück?“ Darauf konnte der OB nur noch antworten: „Das überlegen wir uns dann, wenn es so weit ist."

Rubriklistenbild: © dpa

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