Aus dem Pferdehof an der Ismaninger Straße, der der FMG gehört, wird bald eine Pferdeklinik. Foto: Brosch

Eine Pferdeklinik für Hallbergmoos

Hallbergmoos - Weil in München-Riem kein Platz mehr ist, muss ein Tierarzt seine Pferde-Klinik nun verlegen. Ausgesucht hat er sich dafür einen Pferdehof in Hallbergmoos. Die Gemeinderäte sehen das Vorhaben teils kritisch.

Der Tierarzt Dr. Dietz Donandt betreibt seit 1993 in München-Riem eine tierärztliche Klinik für Pferde, zudem in Oberding einen landwirtschaftlichen Pferdebetrieb mit Schwerpunkt Zucht und Aufzucht. Da die Stadt München die Gebäude im Riem dringend benötigt, wurde Donandt dort gekündigt. Er möchte daher sehr rasch eine Pferdeklinik auf dem Hof an der Ismaninger Straße eröffnen.

Eigentümerin des landwirtschaftlichen Betriebs nördlich von Hallbergmoos, kurz hinter der S-Bahn an der Ismaninger Straße, ist die FMG. Der Betrieb mit knapp zwölf Hektar Fläche war in den vergangenen Jahrzehnten als landwirtschaftlicher Pferdepensionsbetrieb verpachtet. Es handelt sich dabei um mehrere Ställe für insgesamt 69 Pferde, aufgrund der zum Teil recht kleinen Boxen dürfen allerdings nur kleine Warmblüter und Kleinpferde aufgestallt werden. Künftig soll ein Gebäude umgenutzt werden - und zwar als Pferdestall mit drei Intensivpflegeboxen und Behandlungsräumen. Auch andere Stallungen, die zum Teil nicht mehr bausicher sind, sollen umgebaut werden, so dass letztlich Platz für maximal 33 Pferde sein wird.

Dadurch soll auch die Verkehrsbelastung auf dem Grundstück um etwa die Hälfte reduziert werden. Außerdem soll die Mistlege, die nicht mehr den heute geltenden Vorschriften bei Umwelt- und Gewässerschutz entspricht, überdacht und umgestaltet werden.

„Es war vorher ein Pferdehof und es wird künftig ein Pferdehof sein - eben mit einer Klinik dabei“, fasste Bürgermeister Reents zusammen. Stefan Kronner bemerkte, er glaube nicht, dass die vorhandene Kleinkläranlage für den Betrieb ausreiche: „Da kommt nämlich ganz schön was zusammen“, so Kronner. Bauamtsleiter Frank Zimmermann entgegnete, dass die FMG als Besitzer für das Abwasser zuständig sei. „Auf alle Fälle ist der Hof nicht an unsere Kanalisation angeschlossen. Und ich denke nicht, dass wir da etwas rausverlegen“, sagte er. Man werde auf diesen Punkt „ein sehr waches Auge haben“.

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