Nachruf

Erich Heinz gestorben: Er hatte ein Faible für fremde Kulturen

Moosburg – Fast vier Jahrzehnte war er stets auf Reisen. Doch sein großer Traum, auch Australien oder den Südpazifik zu erleben, bleibt ihm verwehrt: Denn Erich Heinz, beliebter Kaufmann aus Moosburg, ist tot.

Am Donnerstag, 14. Januar, starb er nach längerer schwerer Krankheit im Alter von 84 Jahren. Seine endgültig letzte irdische Reise wird nun nur ein kurzer Weg sein: Am Mittwoch, 27. Januar, wird er nach dem Wortgottesdienst im Kastulusmünster auf dem Moosburger Friedhof zu Grabe getragen.

Geboren am 30. Juni 1931, als jüngstes von vier Kindern, erlernte er bei seinem Vater Ignaz und in einer Freisinger Firma das Handwerk des Wagen- und Karosseriebauers. Schon früh erkannte sein Vater, dass Produkte aus dem traditionellen Handwerk nicht mehr so gefragt waren, deshalb baute Ignaz Heinz bereits 1948 in der Landshuter Straße das Geschäft „Sport Heinz“ auf, das der Verstorbene dann 1953 übernahm. In den Anfangsjahren diente die Wagnerei dazu, Holz-Skier und hölzerne Eisstöcke zu drechseln. Mehr noch: Generationen Moosburger, aber auch Kunden aus der Umgebung haben beim „Sport Heinz“, dem ersten und damals einzigen Sportgeschäft der Dreirosenstadt, Taucherbrillen, Skistöcke, Fußbälle, Turnkleidung, aber auch Anglerbedarf eingekauft. Als begeisterter Sportler verstand er es wie kein Zweiter, dass Sport, Freizeit und Erlebnis bei den Reisen zusammengehören. Einen echten Reisepionier sahen Angelika und ihr Bruder Heinrich in ihrem Vater. Andere Kulturkreise kennen zu lernen war die Leidenschaft von Erich Heinz – und genau das habe er auch an andere weitergeben können, sagt auch Sohn Heinrich.

Im Frühjahr 2011 war Erich Heinz mit einer Reisegruppe in Peru. „Ein toller Trip“, wie er anlässlich seines 80. Geburtstags sagte. 2013 reiste er im Frühjahr nach Usbekistan und im September nach Madeira. Dann musste er leider kürzer treten – seine angegriffene Gesundheit machte ihm zu schaffen.

Zehn Jahre nach dem Tod seiner geliebten Ehefrau Anna, die er 1955 geheiratet und mit der er in glücklicher Ehe drei Kinder hatte, hat nun sein Herz für immer zu schlagen aufgehört. Noch am Montag vor seinem Tod hatte er im Kreise der Familie mit seiner Lebensgefährtin deren Geburtstag feiern können. Den 60. Ehrentag seiner Tochter Angelika, seinen 85. selbst oder sein außergewöhnliches berufliches Jubiläum „40 Jahre Reiseorganisator“ zu erleben, war ihm leider nicht mehr vergönnt. Aber Erich Heinz wird in all den Herzen weiterleben, die er in seiner geselligen Art, ob in der Familie, auf Reisen, beim Sport oder den Vereinen zeitlebens gewonnen hat.

Margit Conrad

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