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Stark im Stress: Fantasy-Autor Karsten Litschel (26) schreibt am Besten, wenn er eigentlich für Klausuren lernen sollte.

Debüt

Mit Fantasy gesegnet: Freisinger Student legt ersten Roman vor

Freising - Einmal den Alltag vergessen und in eine zauberhafte Welt voller fantastischer Wesen eintauchen – das verspricht der Fantasy-Roman „Das Dunkle Diarium – Der Sturm“. Das Debüt von Karsten Litschel ist bunt wie die Quellen, aus denen der 26-jährige Student seine Inspiration bezieht.

Bereits während seiner Schulzeit begann Karsten Litschel mit dem Schreiben. 16 Jahre war er da alt. Was anfangs nur Kurzgeschichten waren, führte dann zu den ersten Seiten seines Romans. Vor allem die letzten zweiundhalb Jahre waren ausschlaggebend dafür, die Geschichte auch zu Ende zu bringen. Ein Fantasy-Roman, in dem sich neben den Menschen zahlreiche Elben, Trolle, Zwerge, Gnome und andere magische Wesen tummeln. Seit Freitag, 3. Juni, ist das Buch brandneu als eBook erhältlich – in zwei bis drei Monaten auch als Printausgabe. Doch aller Anfang ist schwer. So lässt Litschel die ersten 200 Exemplare auf eigene Faust drucken. Immerhin: Viele umliegenden Buchhandlungen haben sich schon bereit erklärt, das Buch in ihr Programm aufzunehmen. Litschel ist gespannt: „Ich gehöre zwar zu der Generation der eBook-Leser, doch ich habe nach wie vor lieber ein echtes Buch in der Hand. Trotzdem ist es mir wichtig, dass es sich in den ersten Monaten als eBook verbreitet, und viele Leser Spaß damit haben.“ So erzählt der 26-Jährige auf über 500 Seiten die Geschichte über das Diarium, das Tagebuch des machthungrigen Magus Hemmris, das jede Tat des Zauberkünstlers enthält. Somit gibt es Aufschluss über dessen Persönlichkeit, was hinsichtlich der Bekämpfung seiner finsteren Seite hilfreich ist. Und es handelt von dem jungen magiebegabten Kobold Finûs, der zu einem Hoffnungsträger heranwächst und Hemmris’ dunkler Seite wohlmöglich die Stirn bieten kann. Zu viel sollte man allerdings noch nicht verraten, da der Roman noch viele Geheimnisse birgt. Eines ist sicher: Die Story fesselt den Leser nach dem Prolog, der vorerst viele Fragen aufwirft, und lässt ihn dann auch nicht mehr los. Neben der magischen Geschichte zeichnet sich das Buch vor allem durch die fantastische Sprache aus. Und fantastisch ist die Sprache nicht nur im Sinne von fantasieanregend, sondern auch im Sinne von außergewöhnlich schön: „Mürrisch blickten die anderen Besucher auf, als der Elbprinz an einem leeren Tischchen abseits des hektischen Betriebes Platz nahm und sich dort in den Schatten des Dachgebälks zurückzog. Im Halbdunkel der verrauchten Schenke stierten glasige Augen hinter über die Stirn gezogenen Kapuzen hervor, ehe diese sich wieder dem scharf riechenden Gesöff vor sich zuwandten.“ Die Inspiration für seinen Roman zog Litschel aus seinen Reisen, die ihn schon weit getragen haben. Seine Ideen wuchsen aus allem, was er in anderen Ländern neu kennengelernt hatte. So diente Südostasien genauso als Inspirationsquelle wie Spanien, Tschechien, Rumänien oder Amerika. Das abwechslungsreiche Landschaftsbild, das Klima, die Kultur und die Lebensweise in fernen Ländern inspirierten ihn oft. Auch unterschiedlichste Musik gibt Karsten Litschel Muse. So hörte er, während er schrieb, neben Viking Metal und Heldengesang vor allem Beethoven oder Mozart. „Das versetzt mich in die richtige Stimmung“, sagt Litschel. Außerdem ist der Bioprozesstechnik-Student selbst ein begeisterter Fantasy-Leser. „Die Legende der Albae“ von Markus Heitz ist sein Lieblingsbuch. Zeit zum Schreiben findet der in Freising studierende Autor immer dann, wenn keine Vorlesungen anstehen. Doch auch Prüfungsstress hielt ihn nicht davon ab, sein Buch fortzusetzen: „Manchmal schreibe ich vormittags, wenn ich keine Vorlesung habe. Aber am produktivsten bin ich immer kurz vor den Klausuren, weil da der Druck am höchsten ist. Einmal habe ich sechs Seiten geschrieben und bin dann direkt in die Prüfung gegangen“, sagt Litschel und muss dabei schmunzeln. Es hat offenbar funktioniert. Der 26-Jährige schrieb eine Zwei. Was für ihn als nettes Hobby begann, entpuppte sich bald als Entspannungsmethode und Stütze zugleich. Doch der Spaß steht für Karsten Litschel an oberster Stelle, und den will er sich weiterhin nicht nehmen lassen: Der zweite Fantasy-Roman ist schon in der Mache und wird voraussichtlich im August erscheinen.

Gut zu wissen

„Das Dunkle Diarium – Der Sturm“ ist für 2,99 Euro als Kindle-eBook erhältlich.

Victoria Stettner

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