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Großveranstaltung in Attenkirchen

Feuchtfröhliches Bierfestival – dank Regen

Attenkirchen - Bizarre Blitze am Himmel, sintflutartige Regenfälle – das 4. Hallertauer Bierfestival geht wohl als grenzwertiges Vergnügen bei Gewitterlage in die Geschichte ein. Die Veranstalter hatten Sorge, die Lage könnte eskalieren. Eine Zeit lang herrschte Sturmwarnung – Gefahrenstufe 4 auf einer Skala von 5. Es gab einen Notfallplan: Man öffnete die Kirche, Mehrzweckhalle und Bürgersaal.

Ein Hauch von Woodstock hing in der Luft. Auch dort hatte es drei Tage geregnet, auch dort trotzten die Fans den Wolkenbrüchen. Die Besucher des 4. Hallertauer Bierfestivals ließen sich die Laune nicht verderben – und schon gar nicht die süffigen, rund 100 Sorten Bier. Viele hielten sich Hände und Regenschirme über die Krüge, versuchten so lange wie möglich trocken zu bleiben – was schwer war bei den sintflutartigen Regenfällen.

Schon am Freitag, als alles begann, drohte den Organisatoren das schlechte Wetter einen dicken Strich durch die Rechnung zu machen. Im Pfarrgarten herrschte nach einem Platzregen Land unter, wie sich Bürgermeister Martin Bormann ausdrückte. Grund genug, dass der Auftritt der „Isar Amper Jazz Company“ ins Wasser fiel. Die Bierfestival-Fans und die 400 freiwilligen Helfer von gut zwei Dutzend örtlichen Vereinen ließen sich davon aber nicht aus dem Konzept bringen. Kurzerhand stellte man ein großes Zelt in den Pfarrgarten.

Nachdem sich das Unwetter gelegt hatte, ging das Festival auf der zentralen Bühne im Ortszentrum und vor dem Lokal „Spitzbua“ ungehindert weiter. Das vielfältige Bierangebot und Bands wie die Wiener Blues-Combo „Mezzanin“ oder die Ska-Formation, die aus Essenbach stammende King Cojones lockten mehrere tausend Besucher an. Sehr zur Freude des musikalischen Leiters Christian Klessinger, der selbst am Samstag nachdem beim Auftritt der Freisinger Rockband Mad Doc Brown, als der Regen unerlässlich fiel, noch aufmunternd klatschend durch die Menge ging. Der ging es inzwischen ordentlich „nass nei“.

Zu den beliebtesten Sorten zählten heuer seltene Biere mit so klangvollen Namen wie „Hurax Dax“, „Comet“ oder „Macumba“. Craft Beer wie das Pale Ale, aber auch das tradtitionell hergestellte Festivalbier waren im wahrsten Sinne in aller Munde. „Ganz schön hopfig“, lautete das häufigste Urteil beim Genuss, der mitunter ungewöhnlich kräftigen Sorten. Eine Besucherin schwärmte etwa in den höchsten Tönen von einem „Doppelbock Whiskey-Bier“, das sie gerade probiert hatte.

Lange Zeit war es am Samstag noch trocken auf den Plätzen. Die Veranstalter, allen voran Mitinitiator und Organisator Alexander Herzog, hofften das Beste. „Die Stimmung ist so gut, es sind Leute von weit her, bis aus Kärnten gekommen“, zeigte sich Herzog begeistert. Wenig später ging sein Blick aber immer öfter besorgt nach oben. Eine bedrohliche Gewitterfront zog auf. „Es war schon Stufe 4, aktuell sind wir bei Stufe drei“, gab er vorsichtig Entwarnung vor dem Festbüro am frühen Abend.

Die Fans bekamen davon nicht viel mit. Draußen legten sich „Mad Doc Brown“ ordentlich ins Zeug. Mit Rocknummern à la Lenny Kravitz. Längst herrschte Dauerregen, längst bestimmten Regenschirme die Szenerie. Davon unbeeindruckt zeigte sich die Stones-Cover-Band „Jumpin’ Jacks“. Da war das Gros der Besucher aber schon mit Bussen abgefahren.

Alexander Fischer

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