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Geschleuste Syrer fliegen am Airport auf

Eine "Operation" mit Komplikationen

Flughafen - Aus Syrien waren eine Frau (56) und ein Mann (33) über Griechenland nach Deutschland geschleust worden. Doch am Flughafen war Endstation: Die gefälschten Papiere der beiden hielten der Kontrolle durch die Polizei nicht stand

Die Frau wollte sich in Norwegen operieren lassen, der Mann hatte vor, zu seinen Brüdern nach Stuttgart zu ziehen und dort sein Studium weiterzuführen: Das erzählten die beiden Syrer, als sie am Mittwochabend auf der Wache der Bundespolizei am Flughafen im Moos vernommen wurden. Denn wenige Stunden zuvor standen beide im wahrsten Sinne des Wortes sprachlos da, als die nach ihrer Ankunft aus Thessaloniki an bei einer Stichprobe an der passkontrolle aufflogen: Die Frau konnte zunächst gar keine Papiere vorweisen. Und in ihrem Gepäck fanden die Beamten nur gefälschte Dokumente. Der 33-Jährige wies sich als Grieche aus – allerdings waren auch seine Papiere falsch. Die richtigen Dokumente, die ihn als Syrer entlarvten, fanden sich bei der Durchsuchung seines Gepäcks auf der Flughafenwache. Die Frau, ebenfalls eine Syrerin, hatte keine echten Unterlagen dabei. Bei der Vernehmung erzählte die Frau, sie sei wegen einer OP unterwegs nach Norwegen. Dort leben auch ihre Söhne. Vor etwa sieben Monaten sei sie aus Syrien in die Türkei geflohen. Weil sie dort kein Asyl bekommen habe, hat ihr Mann von Syrien aus einen Schleuser damit beauftragt, sie nach Norwegen oder Deutschland zu bringen. Dafür forderte der Unbekannte 5500 Euro.

Nach einer wahren Odyssee von der Türkei nach Griechenland, sei sie mit dem 33-Jährigen zusammen von einem Schleuser in Thessaloniki in ein Taxi gesetzt worden, das sie zum Flughafen gebracht habe. Die Angaben des 33-Jährigen deckten sich mit der Aussage der 56-Jährigen. Auch er erzählte von dem unbekannten Schleuser, und davon, dass er die Frau erst im Hotel in Thessaloniki kennengelernt habe. Er selbst sei nach Griechenland geflohen, weil sein Haus bombardiert worden war. In Athen habe ihm der Schleuser für 2000 Euro den gefälschten Pass besorgt und die Reise organisiert. Nachdem die Syrer um Asyl baten, wurden sie an das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge überstellt. Dort wird über ihre Anträge entschieden. Zudem wurden beide unter anderem wegen unerlaubter Einreise angezeigt.

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