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Ein echtes Schmuckstück ist das sorgsam sanierte Bürgerhaus an der Ziegelgasse 5. Die Juroren lobten vor allem den „behutsamen Umgang mit dem Baudenkmal in einer beispielgebenden Qualität“.

Denkmalpreis in Bronze für saniertes Bürgerhaus

Freisinger Bau-Historie wiederbelebt

Freising - Sie haben ein Stück Freisinger Stadtgeschichte ausgezeichnet bewahrt – im wahrsten Sinn des Wortes: Gaby und Georg Reiter bekamen für die Sanierung ihres Freisinger Bürgerhauses aus dem Jahr 1550 den Denkmalpreis in Bronze.

Freisings historische Altstadt mit Gebäuden aus der Barockzeit und dem Mittelalter steht für die unverwechselbare Identität der ältesten Stadt an der Isar. Jetzt wurde ein besonderes Schmuckstück in den Originalzustand zurückgeführt: Das 1550 erbaute Haus von Gaby und Georg Reiter. Das Projekt wurde dafür von Innen- und Bau-Staatssekretär Gerhard Eck im Rahmen des Bayerischen Denkmalpreises mit Bronze prämiert. 

Beim Festakt im Neuen Schloss Schleißheim war auch Freisings 2. Bürgermeisterin Eva Bönig mit dabei. Insgesamt wurden sechs Objekte im Freistaat ausgezeichnet. Das prämierte Bauwerk kann auf eine lange Geschichte zurückblicken: Das Bürgerhaus wurde 1552 erbaut, schildern die Planer: „Die aufwändigen Sanierungsmaßnahmen haben nach sorgfältiger Befundung, Archäologie und Bauforschung in Abstimmung mit dem Landesamt für Denkmalpflege stattgefunden.“ Dabei wurde im Rahmen eines denkmalpflegerischen Konzepts die historische Substanz des Bürgerhauses wieder deutlich herausgearbeitet: „Es erfolgte die Rückführung des Gebäudes zu seinen ursprünglichen Strukturen.“ Den der Trakt war im Laufe der Jahrhunderte immer wieder umgebaut worden.

Ein echtes Schmuckstück ist das sorgsam sanierte Bürgerhaus an der Ziegelgasse 5. Die Juroren lobten vor allem den „behutsamen Umgang mit dem Baudenkmal in einer beispielgebenden Qualität“.

 Das preisgekrönte Ergebnis der Sanierung sei „beachtlich“, wie Freisings Bürgermeisterin Eva Bönig findet, und: „Eine historische Altstadt lebt ganz besonders auch von diesem vorbildlichen Engagement der Haus- und Grundbesitzer.“ Denkmalpflege gelinge nur mit Leidenschaft „und einem echten Verständnis für den unwiederbringlichen Wert der historischen Bausubstanz“, würdigte die Bürgermeisterin den Einsatz der Hauseigentümer sowie der mit dem Projekt beauftragten Ingenieure und Architekten. In der Jurybegründung heißt es dazu: „Ein Vergleich von Bildern und Darstellungen des Vor-Zustands mit denen des Ist-Zustands nach der Instandsetzung zeigt einen behutsamen Umgang mit dem Baudenkmal.“ Die Instandsetzungs- und Rückführungsmaßnahmen wurden in einer „beispielgebenden technischen und gestalterischen Qualität ausgeführt“.

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