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Unterstützung für viele Organisationen: Am Donnerstagabend leerte sich der mit 161.850 Euro prall gefüllte Spendentopf innerhalb weniger Minuten.

Hilfe für gemeinnützige Organisationen

FT-Spenden-Gala: 161.850 Euro für „Menschen in Not“

Freising - Eine riesige Summe wechselte am Donnerstagabend im Freisinger Sparkassensaal die Besitzer: Die Rekordsumme von 161 850 Euro, aufgeteilt in mehrere Dutzend einzelne Schecks, wurde gemeinnützigen Organisationen und Einrichtungen übergeben. Von dort fließen die Spenden der Tagblatt-Leser nun direkt zu den „Menschen in Not“ im Landkreis.

„Ein unglaubliches Ergebnis“, freute sich Redaktionsleiter Helmut Hobmaier. Und mit ihm rund 100 Ehrenamtliche, die sich im Sparkassensaal zur Spenden-Gala versammelt hatten. Bei stimmungsvoller Musik der Familienmusik Meindl und einem festlichen Abendessen vom Hauswirtschaftlichen Fachservice Freising (gesponsert von der Sparkasse) überreichten Weihbischof Bernhard Haßlberger und Dekan Jochen Hauer – quasi als Geldboten – die Schecks. Zuvor hatte Sparkassen-Chef Johann Kirsch als Hausherr betont, er wolle mit diesem festlichen Abend die wertvolle Arbeit der Ehrenamtlichen würdigen: „Vielen Dank für Ihr Engagement!“ 

Begeistert vom Ergebnis der Aktion zeigte sich OB Tobias Eschenbacher, der auch im Namen von Landrat Josef Hauner sprach: „Das zeigt, dass wir in einer Gesellschaft leben, die daran denkt, dass wir eine Gemeinschaft sind.“ Die Spendenbereitschaft der Bürger mache ihn sehr stolz, betonte Eschenbacher, der auch den Ehrenamtlichen ein Kompliment machte: „Sie leisten eine unheimlich wertvolle Arbeit!“ Er lobte auch das Freisinger Tagblatt, das jedes Jahr eine so aufwändige Aktion starte – und noch dazu derart erfolgreich. 

OB Tobias Eschenbacher: „Sie leisten eine unheimlich wertvolle Arbeit!“

Ein Schlüssel zum Erfolg der Spendenaktion seien sicher die 40 authentischen Fälle gewesen, über die im Tagblatt seit Mitte November berichtet wurde, betonte Redaktionsleiter Helmut Hobmaier. Hier sei deutlich geworden, dass Schicksalsschläge Menschen oft aus der Bahn werfen und in existenzielle Notlagen bringen können. In diese Kategorie – als ein Beispiel von vielen – habe auch das Schicksal der kleinen Mathilda (3) aus Mauern gehört, die vor mehr als einem Jahr während eines Urlaubs an der Ostsee akut an Leukämie erkrankte und seitdem in Norddeutschland intensivmedizinisch behandelt werden muss. Ein Kraftakt, den die Familie nicht zuletzt dank der vielen Spenden der FT-Leser bewältigen konnte. Die beste Nachricht aber: Es scheint langsam wieder aufwärts zu gehen mit Mathilda. 

Unterstützt wird zum Beispiel der Weiße Ring, den im Kreis Silvia Niedermeier leitet. Den Spendenscheck überreichten OB Tobias Eschenbacher (r.), FT-Redaktionsleiter Helmut Hobmaier (l.) und Weihbischof Bernhard Haßlberger.

Einer Familie in Langenbach konnte nach einem Brand des Hauses sofort geholfen werden – ein weiteres typisches Beispiel einer schnellen, unbürokratischen Unterstützung. Etwa 1000 Leser hätten heuer gespendet, bilanzierte der Redaktionsleiter. Dazu kämen zahlreiche Firmen, die auf Weihnachtskarten oder Kundenpräsente verzichteten und dafür lieber Hilfsbedürftige aus dem Landkreis unterstützten. Hobmaier: „Und dann noch die vielen, liebenswerten Aktionen. Für ,Menschen in Not’ wurden Adventskränze, Christbäume oder Suppen verkauft. Ich danke den Landfrauen, den Stadtburschen, dem Katholischen Frauenbund – und vielen anderen, die sich engagiert haben.“ Sie alle hätten für das Rekordergebnis gesorgt. 161 850 Euro, noch einmal 2000 Euro mehr als 2015. Hobmaier: „Allen Spendern ein riesiges Dankeschön.“ Der FT-Chef bedankte sich aber auch bei den Ehrenamtlichen „für Ihr großes soziales Engagement. Wie gut Sie ihre Arbeit machen, zeigt nicht zuletzt das Spendenergebnis.“ 

FT-Redaktionsleiter Helmut Hobmaier: „Allen Spendern ein riesiges Dankeschön!“

Bevor Weihbischof Bernhard Haßlberger und Dekan Jochen Hauer die Spenden übergaben – unter notarieller Aufsicht von Landrat Josef Hauer, OB Tobias Eschenbacher und dem Chefredakteur der Merkur-Außenredaktionen, Bernd Ernemann – dankte Hobmaier noch ganz besonders Maria Hohlneicher-Kämmerling, der früheren FT-Redaktionssekretärin. Sie stemme mit ihrer Nachfolgerin Magda Graßl auch weiterhin einen großen Teil der bürokratischen Arbeit. Nicht zuletzt zeichne „die Maria“ auch verantwortlich für die sehr erfolgreichen FT-Kulturveranstaltungen, das Adventsingen und das Neujahrskonzert, die wieder sehr hohe Erlöse erbracht haben. Und das, obwohl das Neujahrskonzert krankheitsbedingt ausfallen musste. Hobmaier: „FMG und Sparkasse, unsere Sponsoren, haben ihre finanzielle Unterstützung trotzdem fließen lassen. Eine nette Geste.“ 

Das Freisinger Frauenhaus leitet derzeit Ulrike Friedrich kommissarisch. Dabei kann sie die Spende aus der FT-Aktion gut gebrauchen. Überreicht wurde der Scheck von Landrat Josef Hauner (r.) und Bernd Ernemann, Chefredakteur der Merkur-Außenredaktionen.

Dass das Geld nachvollziehbar verwendet werde und im Landkreis bleibe, sei ein weiteres Erfolgsmerkmal der Aktion. Da es immer wieder Nachfragen gebe, ob die Spenden nicht vor allem Flüchtlingen zugute kämen, stellte Hobmaier klar: „Die Aktion ,Menschen in Not‘ ist keine Flüchtlingshilfe. Sie zielt im Kern auf Menschen, die hier schon länger leben und in Not geraten sind.“ Allerdings: „Aus Asylbewerbern werden eines Tages Landkreisbürger, die alles versuchen werden, um hier Fuß zu fassen. Dabei müssen wir ihnen helfen, wo es geht. Aber nicht allen wird das Leben hier gelingen. Hoffen wir also, dass die Spendenbereitschaft nicht nachlässt.“

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