Info-Kampagne des Amts für öffentliche Ordnung

Handzettel-Info gegen Hunde-Hinterlassenschaft

Freising  -  Alle Jahre wieder: Vor allem wenn der Schnee schmilzt, gehen bei der Stadtverwaltung erboste Anrufe ein. Grund sind die „Hinterlassenschaften“ der Vierbeiner, die für Ärger und Verdruss sorgen.

Auch wenn sich, wie Robert Zellner vom Ordnungsamt gestern betont, seit Aufstellung der Hundetoiletten im Jahr 2010 (inzwischen gibt es rund 30 im Stadtgebiet) die Situation verbessert habe, hat man nun eine neue Initiative ergriffen: An alle rund 1000 gemeldeten Hundebesitzer in Freising sind Infoflyer verschickt worden, in denen Herrchen und Frauchen lesen können, wie sie mit dem „Geschäft“ ihrer vierbeinigen Freunde umzugehen haben. Darin wird erneut darauf hingewiesen, dass es entsprechend der Verordnung der Stadt Freising unter anderem verboten ist, Gehwege durch Tiere verschmutzen zu lassen. 

Hundehalter haben also die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner zu entfernen, Zuwiderhandlungen können mit Geldbuße geahndet werden. Hundedreck erst auf dem Gehweg, dann an Schuhen und Kinderwagenrädern – das sei kein „Kavaliersdelikt“, sondern ein massives Ärgernis, das andernorts bereits zu extremen Reaktionen geführt habe. Dem Ordnungsamt seien Fälle aus anderen Kommunen bekannt, in denen aufgebrachte Passanten Hundebesitzer massiv angegangen sind oder sogar Giftköder ausgelegt wurden.

Die Stadtverwaltung möchte derartige Aggressionen in Freising verhindern und bittet daher ausdrücklich um Rücksichtnahme, so Zellners Appell. Grundsätzlich gilt: Auf den Spiel- und Bolzplätzen sowie den Trendsport-Anlagen der Stadt ist das Mitbringen von Tieren aus hygienischen Gründen untersagt. Auch öffentliche Grünanlagen oder die Wege entlang der Isar oder der Moosach sind keine Hundetoiletten. Und für die Mitarbeiter der Stadt, die diese Flächen pflegen und mähen, sind Verunreinigungen durch Hunde eine unangenehme Zumutung.

Vielen Hundebesitzern scheint zudem nicht bewusst zu ein, dass Hunde ihr „Geschäft“ außerdem weder in privaten Vorgärten noch auf landwirtschaftlich genutzten Flächen verrichten dürfen. Denn durch den Hundekot kann Erntegut so verunreinigt werden, dass Rinder oder Schafe dieses Futter liegen lassen oder es zu einer Krankheitsübertragung auf Nutztiere führt.

 Die Stadtverwaltung weist darauf hin, dass Hundekot auch außerhalb öffentlicher Verkehrsflächen nach dem Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz mit einer Geldbuße geahndet werden kann. Soweit müsse es aber gar nicht kommen, wenn man die von der Stadt unentgeltlich zur Verfügung gestellten Hundekot-Entsorgungsstationen benutze.

Andreas Beschorner

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