Jetzt wird's ernst 

Abiturstart: Zahlen und Tipps von Direktoren

Landkreis - Das Abitur beginnt heute – und knapp 500 Schüler aus dem Landkreis schreiben mit. Es steckt einiges an Organisation dahinter: mit Hilfsmitteln oder ohne? Und wie kommt man mit der Anspannung zurecht?

Mit einem Probeabitur in den Ferien und zusätzlichen Übungsstunden nach der Schule hat sich das Karl-Ritter-von-Frisch-Gymnasium aus Moosburg größte Mühe gegeben, seine Schüler auf das Abitur vorzubereiten. „Wir hoffen, dass nichts Ungewöhnliches passieren wird“, erklärt Schulleiterin Karolina Hellgartner. Insgesamt 104 Schüler werden an ihrem Gymnasium dieses Jahr Abitur schreiben. Davon wollen 45 Schüler Englisch oder Französisch als zusätzliches Fach belegen. Doch nur drei Schüler haben sich dazu entschieden, heute ihr Mathe-Abitur ohne Hilfsmittel zu absolvieren.

Ganz anders sieht das am Josef-Hofmiller-Gymnasium in Freising aus. Hier trauen sich 94 von insgesamt 108 Schülern das Mathe-Abi ohne Taschenrechner zu. „Da sind wir ganz besondere Exoten“, sagt Oberstufenkoordinator Henning Arndt. Dafür bekommen sie für die Matheprüfung aber etwas mehr Zeit.

Doch für alle, die Musik als Abiturfach am JoHo gewählt haben, musste Henning Arndt umplanen: Die Betroffenen müssen für die Musikprüfungen umziehen, und zwar ans Camerloher-Gymnasium. „Für dieses Fach ist das JoHo einfach nicht genügend ausgestattet, aber zum Glück nimmt sich das Camerloher unserer Musiker an“, freut sich Arndt. Auch für die mündliche Prüfung (Colloquium) ist das JoHo nicht optimal gerüstet: Sie haben zu wenige eigene Lehrer zur Beaufsichtigung. Dafür kommen externe Lehrkräfte zur Unterstützung.

Die Hauptlast schultern aber dennoch die Schüler. Wie die 100 Abiturienten am OMG die lange Zeit der Konzentration durchstehen können, dafür hat Franz Vogl, Direktor am Oskar-Maria-Graf-Gymnasium, einige Tipps: bequeme Kleidung, viel Essen und noch mehr Trinken. „Natürlich ist die Unterstützung durch die Lehrer auch unersetzbar für die Schüler.“ Die Lehrkräfte wollen ihnen die Angst nehmen: „Wir versuchen, ihnen vor allem in den letzten Tagen vor den Prüfungen Mut zu machen.“

Am kleinsten Gymnasium im Landkreis – dem Dom-Gymnasium – schreiben auch standesgemäß die wenigsten Schüler mit. Die 70 Prüflinge konnten bei den Fremdsprachen zwischen Englisch, Französisch, Latein und Altgriechisch wählen. „Für das Colloquium stand außerdem Spanisch zur Wahl“, sagte Manfred Röder, Leiter des Dom-Gymnasiums.

Das größte Gymnasium im Landkreis, das Camerloher, wird ab heute 104 Schüler durch das Abitur begleiten. „Manche lernen schon seit Weihnachten“, berichtet stellvertretender Schulleiter Peter Spanrad. „Es hängt aber stark von der individuellen Zukunftsplanung ab, wie intensiv sie sich vorbereiten“, erklärt er. Manche haben ambitioniertere Ziele als andere – und arbeiten entsprechend an einem besseren Abschluss. Er rät den Schülern neben genug Schlaf auch zu viel Bewegung und der richtigen Ernährung: „Das steigert die Konzentrationsfähigkeit.“

Sarah Kuhn

Rubriklistenbild: © dpa

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