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Siegerentwurf: Großes Interesse herrschte gestern daran, wie sich das Areal an der Angerstraße künftig entwickeln wird. Unter zehn Vorschlägen machte der Entwurf von A 03 Architekten und Ver.de das Rennen.

Wettbewerb für das Areal an der Angerstraße 

Leicht war's nicht, aber schön wird's

Freising - Die BayWa hat ihr Grundstück verkauft, der Aldi auch, der Recycling-Betrieb will nicht mehr. An der Angerstraße wird sich also viel ändern. Das soll aber in geordneten Bahnen ablaufen. Wie aus dem Areal ein Wohnviertel werden soll, das hat ein Wettbewerb aufgezeigt. Sieger: A 03 Architekten aus München und Ver.de Landschaftsarchitektur aus Freising.

4,9 Hektar groß ist das Areal an der Angerstraße im Südwesten von Freising, das in Bälde einer Umstrukturierung zugeführt werden soll. Die Park Immobilien Projekt Freising GmbH & Co. KG hat als Besitzer der Flächen zusammen mit der Stadt einen Realisierungswettbewerb ausgelobt. Zehn Büros hatte man eingeladen, zehn Entwürfe, wie man hier ein neues Wohnviertel für rund 800 Menschen schaffen könne, hatte die Jury also zu beurteilen. Am Freitag tagte und prüfte man, gestern Nachmittag gab es für die Presse und für die Öffentlichkeit dann die Möglichkeit, sich die prämierten Entwürfe anzusehen.

Rund 50 Bürger waren in den Sitzungssaal des Rathauses gekommen. „Brandheiße Info“ von Stadtdirektor Gerhard Koch und Stadtbaumeisterin Barbara Schelle gestern: Der erste Preis ging an A 03 Architekten aus München und trägt den fast schon poetischen Titel „Prismatischer Raum“. Die Sieger sind, ebenso wie die prämierten Freiflächenplaner von Ver.de aus Freising, keine Unbekannten: Den Wettbewerb um die Bebauung des Waschängers an der Giggenhauser Straße hat A 03 auch schon gewonnen. Zehn Büros hatte man also zu dem Wettbewerb eingeladen. Die Aufgabe war keine leichte: Wie soll aus einem bestehenden Gewerbegebiet an einer viel befahrenen Straße und neben einem lauten Bahngleis ein attraktives Wohnviertel werden? Die überzeugendste Antwort darauf kam von A 03: In Mäanderform kommen die Wohnblöcke daher, die zur Bahnlinie hin fünfgeschoßig sind und so für den erforderlichen Lärmschutz sorgen. Nach Nordwesten hin – auch auf dem für einen Ideenwettbewerb ausgelobtem 2,7 Hektar großen Areal – wird die Wohnbebauung „frei komponierter“ und niedriger: Vier- und dreigeschoßige Bauten sind da vorgesehen.

Was die Jury besonders überzeugte: Der Verkehr wird ausschließlich über die an die Bahngleise zu verlegende Angerstraße abgewickelt, das Wohnviertel bleibt autofrei. Zudem sei eine klare Abgrenzung der durchaus großzügigen privaten zu den öffentlichen Grünflächen gegeben. Zudem sei der Übergang zu der Einzelhausbebauung im Nordwesten sehr gut gelöst. Außerdem gefiel der Jury, wie A 03 und Ver.de die geforderte Anbindung unter den Bahngleisen hindurch zu den Schlüterhallen platziert hat. Der zweite Preis wurde dem Entwurf von Florian Krieger Architektur und Städtebau GmbH mit Grabner/Huber/Lipp Landschaftsarchitekten und Stadtplaner Partnerschaft mbb Freising zuerkannt. Den dritten Preis erhielten Amman Albers StadtWerke GmbH aus Zürich, die bereits den Wettbewerb für die Bebauung des Stein-Areals gewonnen hatten, zusammen mit Studio Vulkan Landschaftsarchitektur. Heute Abend ist offizielle Preisverleihung.

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