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Bei der Preisverleihung an den Hauptpreisträger, das Kreative Schauspielensemble: 3. Landrätin Birgit Mooser-Niefanger, Alexander Kampmeier, Leonie Mäurer, Erik Hansen, Philipp Metzner und Ana Maria Matos Mendoza (alle v. l.).

Jugendkulturpreis-Verleihung

„Bleibt aktiv und kreativ!“

Freising - Bewerbungen für den vierten Jugendkulturpreis des Landkreises Freising gab es nicht so sehr viele. Dafür war die Qualität der eingegangenen Vorschläge sehr hoch. Beweis: Die Darbietungen der Preisträger bei der Verleihung der Auszeichnung am Uferlos-Festival.

Wieso das Kreative Schauspielensemble den Jugendkulturpreis 2016 zugesprochen bekam, ist nicht schwer zu verstehen: Nach inzwischen elf Produktionen seit Gründung des Ensembles im Jahr 2010 gehört das KSE fest zur Freisinger Theaterszene, besetzt dort mit seinen Stücken und seiner minimalistischen Art des Spiels eine spezielle Nische, wie Klemens Plail, der Leiter von Theater 04, in seiner Laudatio sagte. Und weil der Eintritt zu allen Aufführungen des KSE kostenlos ist – Motto: „Theater für Alle“ – sei das Ensemble auf Spenden angewiesen. 750 Euro als Belohnung für den Jugendkulturpreis 2016 kommen da selbstverständlich gerade recht. Wer das KSE noch nicht kannte, der lernte es bei der Preisverleihung am Dienstag kennen: „Das KSE spielt das KSE“ hieß das extra zu diesem Anlass eingeübte Stück – lustig, skurril, fast ohne Requisiten, aber grandios inszeniert. KSE eben. 

Sie gaben eine Kostprobe ihres Könnens: Die Musiker Stephan Halbinger, Simon Melzer und Konstantin Schlüter (v. l.) wurden mit dem zweiten Preis ausgezeichnet.

Schwerer hatte sich die Jury bei der Vergabe des zweiten Preises getan, kam am Ende aber zu einer salomonischen Entscheidung: Mit Stephan Halbinger, Simon Melzer und Konstantin Schlüter wurde einem Trio die Auszeichnung zuerkannt. Alle drei, sagte Kunstlehrer Gerhard Schebler in seiner Würdigung, seien exzellente und viel beschäftigte Percussionisten, die nicht nur einzeln große Auftritte hingelegt haben, sondern auch als Trio immer wieder ihr Können beweisen – so auch bei der Preisverleihung im Kaffeehauszelt, als sie mit „Klassikern der Schlagwerkliteratur“ glänzten. 

Platz drei und damit der Förderpreis ging an Animationskünstler Marcel Rinder.

Und auch wenn damit eigentlich alle Preise vergeben waren, wollte die Jury Marcel Rinder ebenfalls auszeichnen. Kurzerhand gab es also bei der vierten Auflage des Jugendkulturpreises einen mit 150 Euro dotierten Förderpreis für den 15-Jährigen, der seit den ersten Anfängen inzwischen zum „kleinen Profi der 3 D-Animation“ geworden sei, wie es sein Laudator, Musikschulleiter Martin Keeser, beschrieben hat. All denjenigen, die heuer nicht zum Zug gekommen seien, machte die stellvertretende Landrätin Birgit Mooser-Niefanger Mut: „Wieder bewerben!“, so ihr Appell. Und: „Bleibt aktiv und kreativ!".

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