Gespannte Atmosphäre: Nach Seehofers Kehrtwende in Sachen dritte Startbahn sind die Attachinger Bürger in Alarmstimmung. OB Tobias Eschenbacher sah einen möglichen zweiten Bürgerentscheid aber auch als Chance.gleixner

Bürgerversammlung in Attaching

Bürgerentscheid könnte Todesstoß für Startbahn sein

Attaching - Die Kehrtwende von Horst Seehofer in Sachen dritter Startbahn sorgte für viel Zündstoff bei der Bürgerversammlung. OB Tobias Eschenbacher signalisierte erneut Solidarität mit den Betroffenen.

Es war so etwas wie der „Running Gag“: dass alles in den Jahren 2020, 2021 oder 2023 fertig wird, was die Stadt derzeit plant. OB Tobias Eschenbacher zählte etwa die Westtangente oder die am Steinpark geplanten Schulen dazu. Die 3. Startbahn nahm er ausdrücklich aus. „Die hat sich dann hoffentlich erledigt,“, sagte der Rathauschef am Donnerstag im Sportheim vor gut 60 Attachingern. 

Die bekamen einen Überblick über die zahlreichen Bauprojekte, über die Innenstadtentwicklung und über Großprojekte wie die Sanierung des Asamgebäudes. „Vier bis fünf Jahre Bauzeit“, kündige Eschenbacher an. Womit er erneut bei den Jahren 2020 und 2021 angelangt war. „Wir haben halt viel angepackt“, erklärte der Stadtchef. Die anschließende Bürger-Debatte begann verhalten. „Was geschieht eigentlich mit der Gaststätte Alter Wirt?“ und „Warum schaltet sich die Drück-Ampel beim Kramer manchmal automatisch an?“ 

"Kaum geht es einmal einen kleinen Pfeil nach oben, dann wird der gleich hysterisch"

Das waren Fragen, die den Bürgern auf den Nägeln brannten. Zum Alten Wirt sagte Eschenbacher: „Da weiß ich, dass die Eigentümer eine Neubebauung vorhaben“. Pläne gebe es aber noch nicht. Wegen der „Drückampel“ meldete sich Ortssprecher Johann Hölzl zu Wort und erklärte, die Ampel schalte zu Zeiten, da Schüler unterwegs seien, auf Automatik um. Die Frage sei, ob es das braucht? Eschenbacher will das prüfen lassen. 

In Bezug auf Seehofer und die dritte Startbahn sprach der OB Klartext. „Kaum geht es einmal einen kleinen Pfeil nach oben, dann wird der gleich hysterisch“, empörte sich der Rathauschef über Seehofers Aussage, wonach es jetzt plötzlich einen Bedarf für eine dritte Piste gebe. Er sei „sehr enttäuscht“ über die Kehrtwende. In Attaching habe sich Seehofer noch ganz anders angehört. 

Horst Seehofers Worte in Attaching

Im Übrigen habe der Ministerpräsident auch gesagt, „dass er hier herkommen und seine Entscheidung vertreten will. Da bin ich gespannt“, sagte der OB. Angst müssten die Startbahngegner aber nicht haben, vor einem zweiten Bürgerentscheid in München. „Weil ich glaube, dass sich die Leute nicht verarschen lassen,“ urteilte Eschenbacher und machte deutlich: „Wir sind bereit, zu kämpfen. Auch seitens der Stadt stehen wir bereit, für den Fall, dass ein Bürgerentscheid kommen sollte“. 

Ein Bürger wollte wissen, wie die Stadt Freising denn konkret reagiere. Eschenbacher: „Zur Stadt München laufen und vorsprechen, dass die bei ihrer Haltung zum Bürgerentscheid bleiben. Ich spreche Herrn Reiter auf jeder Veranstaltung an.“ Bange sei ihm nicht vor einem erneuten Bürgerentscheid.. „Da werden wir alle unsere letzte Energie aufwenden. Das wäre die endgültige Chance, dem Projekt den Todesstoß zu versetzen!“ Dafür gab es viel Applaus.

Alexander Fischer

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