Freisinger Musische Werkwoche

Der Domberg klingt

Freising - Von meditativem Kreistanz über lustige Wirtshauslieder, vom Percussionkurs bis zu Einführungen in die Kalligrafie: Im Kardinal-Döpfner-Haus ist diese Woche eine Menge geboten. Denn zum 34. Mal heißt es nun „Willkommen zur Freisinger Musischen Werkwoche“.

„An den nächsten fünf Tagen wird der Domberg klingen.“ Davon ist Magdalena Falkenhahn, Referentin für kulturelle Bildung, überzeugt. Denn die Stiftung Bildungszentrum der Erzdiözese München und Freising lädt alle Kunst- und Musikbegeisterten zu etwas ganz Besonderem ein – zur 34. Freisinger Musischen Werkwoche. Die 15 Referenten und 81 Teilnehmer trafen sich am vergangenen Montag in der Aula des Kardinal-Döpfner-Hauses, um die kreative Woche einzuläuten. Begrüßungsworte gab es von Claudia Pfrang, Direktorin der Stiftung Bildungszentrum: „Die Begriffe musisch und Muse gehören zusammen. Es bedeutet, sich eine Auszeit zu gönnen, die Zeit anzuhalten.“ 

Auch für Claudia Pfrang sind dies ganz besondere fünf Tage: Denn für sie persönlich sei es die erste Freisinger Musische Werkwoche. Außerdem empfinde sie es als gute Gelegenheit, so das Bildungsjahr, das im September beginnt, einzuläuten. Auch Magdalena Falkenhahn, die für alle organisatorischen Angelegenheiten zuständig ist, begrüßte alle Teilnehmer und Referenten. Ein besonderes Lob ging an ihren Vorgänger Wolfgang Kiechle, der ihr trotz Ruhestands mit Rat und Tat zur Seite stand. „Wo Wandel ist, ist Verwandlung nicht weit entfernt“, sagte Falkenhahn. Und weiter: „Da die Gesellschaft in Zeiten des Wandels ist, muss man sich manchmal eine Insel der Auszeit gönnen.“ Als Insel der Auszeit soll den Teilnehmern der Domberg dienen. 

Doch die Freisinger Musische Werkwoche bietet nicht nur Gelegenheit, dem Alltag zu entfliehen. Sie ist zudem eine Fortbildung, die für Lehrkräfte an kirchlichen Schulen anerkannt ist. Denn bereits vor über drei Jahrzehnten gab es die Grundidee, für Pädagogen eine musische Woche mit Fortbildungscharakter anzubieten. Und so sind auch heuer einige Pädagogen unter den Teilnehmern. Auf die bevorstehende Woche freuen sich aber auch die Referenten. Unter ihnen befindet sich das ein oder andere „Urgestein“, das zum wiederholten Mal bei der Werkwoche mitmacht. Nach einer kurzen Vorstellung eines jeden Referenten ging es dann auch schon los mit der ersten Übung: Dabei sollten sich alle Anwesenden frei durch den Raum bewegen, in sich hineinhören und sich und ihre Mitmenschen wahrnehmen.

Victoria Stettner

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