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In besten Händen ist die Domorgel bei Benedikt Celler (l.) – sehr zur Freude von Domrektor Rainer Boeck.

Benedikt Celler ist seit 1. Mai neuer Domorganist

„Eine ehrenvolle Aufgabe“

Freising - Und noch ein personeller Wechsel auf dem Freisinger Domberg: Benedikt Celler (25) ist seit 1. Mai der neue Domorganist. Und bis zum 31. Juli ist der Moosburger sogar Kirchenmusikdirektor auf dem Mons doctus. Kommissarisch.

Kirchenmusikdirektor Wolfgang Kiechle ist seit 30. April offiziell im Ruhestand, der neue KMD auf dem Domberg, Matthias Egger, ist noch nicht offiziell im Amt. Das dauert noch bis 1. August. Dennoch müssen auch in dieser dreimonatigen Vakanz Gottesdienste im Dom musikalisch umrahmt werden, muss jemand an der Orgel sitzen: Dieser jemand ist Benedikt Celler, im Landkreis wahrlich kein Unbekannter. Für Celler sind diese drei Monate aber kein Zwischenspiel. Denn nach dem „Amtsantritt“ Eggers wird der 25-Jährige auf dem Mons doctus bleiben – als neuer Organist im Mariendom.

 „In besten Händen“ ist die damit Orgel des Doms, sagt Domrektor Rainer Boeck. Denn Celler ist nicht nur seit rund sieben Jahren Leiter des Chores in der Freisinger Wieskirche, seit 2006 Assistent der Münstermusik in Moosburg und den Moosburgern auch als Organist im Kastulusmünster ein Begriff, sondern auch der beste Schüler der Musikhochschule München, weiß Boeck. Im Juli wird er sich dann auch A-Kirchenmusiker nennen dürfen. Jetzt also ist Celler der neue Domorganist, freut sich besonders auch schon auf die Arbeit mit dem Domchor, den er in den kommenden drei Monaten leiten wird. Hauptaufgabe Cellers wird es freilich sein, die Gottesdienste und kirchlichen Feiern im Mariendom zu begleiten – und davon gibt es im Lauf des Jahres genug. Die Orgel im Dom kennt Celler schon lange, sagt er. Von 2005 bis 2007 beispielsweise hat er bei Wolfgang Kiechle den C-Kurs als Kirchenmusiker absolviert, hat auch schon das eine oder andere Orgelkonzert gegeben oder bei Konzerten mitgewirkt.

 Ein offizielles Antrittskonzert wird es nicht geben, sagt Celler, aber am 7. September wird er im Rahmen der musischen Werkwoche im Kardinal-Döpfner-Haus sein erstes Konzert als Domorganist geben. Sein neues Wirken – „eine ehrenvolle Aufgabe“, sagt der geborene Moosburger. Fragt man Celler nach seinem Lieblingskomponisten, dann kommt nicht die zu erwartende Antwort „Bach“. Nein: Richard Wagner hat es Celler besonders angetan. Auch wenn der mit Kirchenmusik nichts zu tun habe, so sei Wagner doch beispielsweise für Interpretationen an der Orgel wichtig, sagt Celler. Er sei auch schon des Öfteren in Bayreuth gewesen. Seinen „Chef“ Matthias Egger habe er schon ein paar Mal getroffen, erzählt Celler. Und er ist sich sicher, dass man „musikalisch auf einer Wellenlänge“ liege, dass es eine fruchtbare Zusammenarbeit geben werde.

 Immerhin habe Egger an derselben Musikhochschuule studiert und teilweise dieselben Lehrer gehabt. Boeck: „Das ist der gleiche Stallgeruch.“ Auch wenn Eggers Lieblingskomponist eben jener Johann Sebastian Bach ist. Celler, bis Ende Juli also kommissarisch der Kirchenmusikdirektor auf dem Mons doctus, hat Respekt vor der Aufgabe. Denn der Freisinger Dom habe schon einen großen Namen. Derweil treibt Domrektor Rainer Boeck eine ganz andere Angst um – „die Angst, dass er uns abgeworben wird“.

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