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Zuversicht herrschte am Freitag beim Richtfest für das neue Hermann-Altmann-Haus in Sünzhausen. Lebenshilfe-Vorsitzende Monika Haslberger (vorne) blickte noch einmal auf die Historie des „Altbaus“ zurück, an dessen Stelle das neue Zuhause für Menschen mit Behinderung entsteht.

Richtfest für das neue Hermann-Altmann-Haus

Eine neue Heimat für 24 Menschen mit Behinderung

Sünzhausen - Es wird 24 Menschen mit geistigem Handicap im Rentenalter ein Zuhause bieten: das neue Hermann-Altmann-Haus in Sünzhausen, das im Sommer 2017 bezugsfertig sein soll. Und es geht voran: Am Freitag wurde Richtfest gefeiert.

Es sei „eine mutige“, aber auch „eine richtige Entscheidung“ gewesen, als sich die Lebenshilfe Freising entschieden habe, das alte und altehrwürdige Hermann-Altmann-Haus in Sünzhausen abzureißen und an selber Stelle einen Neubau zu errichten. So sieht Bürgermeisterin Eva Bönig das 4,8-Millionen-Euro-Projekt, bei dem am Freitag Richtfest gefeiert wurde. Drei Weingläser mussten dran glauben, als Zimmerer Wolfgang Schmid hoch oben über den Köpfen der Gäste den Richtspruch sprach. 

Seit 1981 ist die Lebenshilfe an diesem Platz in Sünzhausen präsent, erinnerte sich Lebenshilfe-Vorsitzende Monika Haslberger. Es ist so etwas wie die Keimzelle der Lebenshilfe in Freising, ein Ort, an dem laut Bönig „Pionierarbeit“ geleistet worden sei. Das alte Gebäude (das ehemalige Schulhaus von Sünzhausen) sei zwar „charmant“ gewesen, sagte Haslberger, aber eben nicht mehr zeitgemäß und habe den modernen Ansprüchen nicht genügt. Dass man auf dem städtischen Grundstück einen Neubau habe errichten dürfen, dafür dankte Haslberger. 

Bönig erinnerte nicht nur daran, dass das Richtfest der „hochverdiente Dank an die Bauleute“ sei, sondern vergaß auch nicht den Dank an die Anwohner für deren Verständnis. Denn auch wenn man unter der Baustelle zu leiden habe, „hier muss etwas geschaffen werden“, sagte Bönig. Und zwar ein neues Gebäude, das aber wie schon der Vorgängerbau „Zuhause und Heimat für Menschen mit Behinderung“ sei. Vor allem: Der Neubau sei so geplant und gebaut, dass er sich – anders als das alte Schulhaus – für eine Betreuung von 24 Menschen mit geistigem Handicap im Rentenalter eigne. 

Solch ein Neubau, der modernen Anforderungen entspricht, kostet freilich Geld: 4,8 Millionen Euro. Weil die Lebenshilfe Fördermittel in Höhe von knapp 3,3 Millionen Euro bekommt, muss sie selbst 1,5 Millionen Euro stemmen. Das geschieht durch ein Darlehen. Und da ist es doch erfreulich, dass man beim derzeitigen Stand der Dinge 225 000 Euro unter der Kostenplanung liegt. 

Voll im Rahmen liegt man bei den anvisierten Terminen: Nach dem Spatenstich im April 2016 steht jetzt also zeitgerecht seit September der Rohbau. Und so war Lebenshilfe-Geschäftsführer Michael Schwaiger zuversichtlich, dass die Bewohner und das Betreuerteam im Sommer 2017 ihr „neues“ Hermann-Altmann-Haus beziehen können. Optimistisch konnte man sich also zum Richtschmaus begeben. Es gab Leberkas.

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