Der Schafhocker hat’s ihnen angetan: Ob die Mama für Simon und Sarah aus Zolling den Geldbeutel zücken musste?Gleixner

Hofbrauhaus Freising

Ein Vierteljahrhundert Kirchweih-Kultur

Freising - Ab wann gilt etwas als Tradition? Sicherlich dann, wenn es zum 25. Mal stattfindet. So wie der Kirchweihmarkt des Hofbrauhauses Freising, zu dem seit einem Vierteljahrhundert die Besucher auf das Gelände an der Mainburger Straße pilgern. Und weil das Konzept seit der Premiere so gut ankommt, konnte man sich auch bei der 25. Auflage auf Bewährtes verlassen und auf Bekanntes freuen. Tradition eben.

Zu dem, was seit 25 Jahren beim Kirchweihmarkt nicht wegzudenken ist, gehört die Kirchweihnudel. Kein Wunder also, dass sich auch an diesem Samstag gleich nach der Eröffnung lange Schlangen vor den Ständen bildeten, an denen es diese und andere Köstlichkeiten wie Schuxen und Apfelkücherl zu kaufen gab. Das hat Tradition. Blumen, Blumengestecke, vor allem aber auch Hopfenkränze in allen erdenklichen Variationen – auch das ist etwas, das es seit 25 Jahren beim Kirchweihmarkt an der Mainburger Straße gibt, das bei den Gästen reißendaen Absatz findet und auf eine lange Tradition zurückblicken kann. In diese Kategorie gehören auch die Stände und Wagen, an denen man sich mit Gänsen, Enten und Co. für den Kirchweihsonntag eindecken kann, und auch die Holzofenbäckerei, die ebenfalls seit Anbeginn des Kirchweihmarkts dabei ist und mit ihrem frisch gebackenem Brot ganz wesentlich zu der unvergleichlichen und außergewöhnlichen Geruchswelt des Marktes beiträgt. Dazu all die Kunsthandwerker, die Trachtenschmuck, nützliche Dinge aus Wolle und Filz oder auch Keramik anboten, und ausgefallene Leckereien wie Himbeer-Limes zum Testen vor Ort – fertig war ein Markt, auf dem man lange verweilen konnte und auf dem es viel zu sehen gab. Und noch eine Tradition: Neben dem Geschmacks- und dem Geruchssinn werden auch die Ohren der Gäste verwöhnt. In diesem Jahr waren es die Böllerschützen der Schützenkompanie Graf zu Toerring-Jettenbach Kleeblatt Neufahrn, die den Markt eröffneten. Schon oft zu Gast waren die Jagdhornbläser des Jagdschutz- und Jägervereins Freising, die Goaßlschnoizer aus Wolfersdorf und auch die Holledauer Musikanten von Helmut Schranner, die in der Festhalle aufspielten – in jener Festhalle, in der man das Kirchweih-Fest Märzen des Hofbrauhauses genießen konnte. Doch dann war da am Samstag etwas, das nicht unbedingt Tradition hatte: Dass man sich nämlich auch draußen an Biertischen niederlassen und die warmen Sonnenstrahlen genießen konnte, das war in 25 Jahren Kirchweihmarkt nicht immer so. Es gab Jahre, da stand man bei der Eröffnung im Schneegestöber. Aber zum Jubiläum meinte es der Wettergott gut mit dem Hofbrauhaus, den Standbetreibern und den Besuchern.

Andreas Beaschorner

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