Kulturausschuss

Sanierung, Ertüchtigung, Planung: Schulen sind teuer

Freising – Man ist stolz darauf, Schulstadt zu sein. Doch der Unterhalt der Bildungsstätten kostet die Stadt Freising Geld. Viel Geld. Erst am Dienstag hat der Kulturausschuss wieder diverse, durchaus teure Projekte beschlossen.

Sicherlich am teuersten wird es, die beiden neuen Schulen im Steinpark zu errichten. Hochbauamtsleiter Robert Naujokat betonte, die bisher durch die Presse geisternde Summe von 40 Millionen Euro sei nicht ganz korrekt. „Das wird nicht reichen.“ Wie viel das Mammutprojekt samt Turnhalle kostet, ist noch nicht abzusehen. 

Jetzt hat man zunächst einmal einen Realisierungswettbewerb angestoßen, der bis zum März 2017 laufen und an dessen Ende ein Siegerentwurf gekürt werden soll. Allein schon die Durchführung des Wettbewerbs, die der Kulturausschuss einstimmig beschloss, wird rund 600.000 Euro kosten. 

Ganz ganz schnell hingegen müssen drei andere Maßnahmen über die Bühne gebracht werden: Denn eine Überprüfung der Aufzugsanlagen in städtischen Liegenschaften habe laut Naujokat ergeben, dass fünf Aufzüge ausgetauscht werden müssen, drei sogar noch in diesem Jahr. Dabei handelt es sich um die Aufzüge in der Musikschule (58 Jahre alt, Kosten: 125.000 Euro), im Dom-Gymnasium (rund 40 Jahre alt, 135.000 Euro) und in der Karl-Meichelbeck-Realschule (zirka 30 Jahre alt; Kosten: 175.000 Euro). Die Erneuerung der Aufzüge soll – und deshalb war eine Eilentscheidung notwendig gewesen – in den Sommerferien über die Bühne gehen. 

Satte 1,6 Millionen Euro wird die Stadt in das Dom-Gymnasium investieren: Mit diesem Geld soll im kommenden Jahr ein Umbau der gar nicht mehr zeitgemäßen Biologie- und Physik-Fachräume durchgeführt werden. 

Erst dann soll das Dom-Gymnasium am 1. Januar 2018 in die Trägerschaft des Landkreises übergehen. Ob sich denn nicht der Landkreis an den Kosten beteilige, fragte zum Beispiel Rudolf Schwaiger (CSU) nach. Das tue er, so die Auskunft von Naujokat: Anteilig nach der Zahl der Landkreis-Schüler werde der Landkreis diese Kosten mittragen. Das sei gut so, fand auch Finanzreferent Ulrich Vogl (ÖDP): Man dürfe vor der Übergabe der Schule jetzt nicht „taktieren“, denn das würde man nur auf dem Rücken der Schüler austragen. 

Im Vergleich dazu schon fast ein Schnäppchen sind drei andere Maßnahmen: 

  • In der Grund- und Mittelschule Paul-Gerhardt wird die Regelungsanlage für die Heizung und Lüftung ausgetauscht (Kosten 205.000 Euro). 
  • Außerdem ist dort die Sanierung des Brandschutzes fällig. Das soll in den Sommerferien 2016 erfolgen und wird 330.000 Euro kosten. 
  • Und schließlich wird in der Vöttinger Schule ein Großteil der Beleuchtung ausgewechselt: Ersetzt werden alte Leuchten durch LED-Technik, was eine Einsparung von 85 Prozent der Energiekosten und – über 20 Jahre gesehen – von 744 Tonnen CO2 bedeutet. Kosten soll das Ganze voraussichtlich 165.000 Euro, wobei das Bundesumweltministerium eine Förderung in Höhe von 40 Prozent in Aussicht gestellt hat.

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