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Gülay Celeboglu im Einsatz.

Schulweghelfer

Bei Gülay haben Kinder immer Vorfahrt

Freising - Mit neongelber Warnweste und Winkerkelle ausgerüstet, stehen sie an Straßenübergängen in der Nähe von Schulen – und anderen gefährlichen Stellen. Hochkonzentriert haben sie die näherkommenden Autos und Motorräder im Visier – und die Kinder, die die Straße überqueren: Schulweghelfer. Wie Gülay Celeboglu (45).

Der Schulweg ist gerade in Freising mit seinem extrem dichten Verkehr am frühen Morgen eine Herausforderung. Helfer in der Not der unerfahrenen Verkehrsteilnehmer sind dann Frauen und Männer wie Gülay. „Schulweghelfer sind immer dort zu finden, wo das blau-weiße Schild mit der Aufschrift ,Verkehrshelfer‘ zu finden ist“, erklärt Ulrike Nettinger vom Amt für öffentliche Sicherheit und Ordnung der Stadt Freising. Neue Schulweghelfer werden praktisch ununterbrochen gesucht. Vielen ist die Arbeit zu mühsam, nicht aber der 45-jährigen Gülay Celeboglu. Sie ist schon seit 12 Jahren Helferin. Jeden Tag steht sie an „ihrem“ Straßenübergang an der Haindlfinger Straße und hilft Schülern beim Überqueren der Straße. Die gelernte Arzthelferin beschloss nach der Geburt ihres zweiten Kindes, etwas zu tun, das auch ihre Kinder direkt betrifft. „Für mich steht das Wohl der Kinder an erster Stelle. Außerdem macht mir die Arbeit draußen Spaß,“ sagt die Schülerlotsin. Kinder seien oft unachtsam und rennen ohne Vorwarnug auf die Straße, „dann müssen wir Schulweghelfer schnell reagieren“. Eine neue Herausforderung ist die steigende Zahl von Kindern, die nur noch auf ihr Handy schauen und die Welt um sich komplett vergessen. Da seien die Eltern gefragt, sagt die Schülerlotsin. Die müssten ihren Kindern beibringen, dass Handys im Straßenverkehr absolut tabu sind. Wie verhält man sich als Autofahrer richtig, wenn man sich einem Übergang nähert? „Am besten, man bremst auf 20 bis 30 km/h herunter, sobald man Kinder sieht“ rät Celeboglu. Was sie ärgert? „Viele Jugendliche geben durch ihr Verhalten im Straßenverkehr ein schlechtes Vorbild ab, etwa wenn sie einfach über die Straßen rennen und auch nicht auf die Schulweghelfer hören“, sagt Gülay. „Als Schulweghelfer muss man bei Wind und Wetter draußen arbeiten. Aber wer Kinder mag und gerne etwas für die Allgemeinheit tun möchte, ist als Schülerloste gut geeignet“ gibt Celeboglu angehenden Lotsen mit auf den Weg. Für dieses Schuljahr ist man in Freising bereits komplett. Wer sich dennoch engagieren möchte: Es werden noch Aufsichten für den Schulbus in Pulling gesucht.

Jasmin Baghadi

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