Auf der grünen Wiese zwischen Dietersheim und Mintraching entsteht das Tierheim für 15 Gemeinden des Landkreises. Der Tierschutzverein Freising schlug gestern schon einmal symbolisch Pflöcke ein – und steckte die Umrisse des im nächsten Jahr entstehenden Gebäudes ab. Hinten rechts Vorsitzender Joseph Popp.Foto: Gleixner

Tierheimbau

Symbolischer Startschuss auf der grünen Wiese

Freising - Beim Projekt Tierheimbau hat der Tierschutzverein Freising enorme Fortschritte gemacht. Es gibt nur ein Manko: Noch tut sich nichts Sichtbares auf dem Grundstück – obwohl die Finanzierung steht, die Baugenehmigung erteilt und die Planung fertiggestellt ist. So gab es gestern eine Art symbolischen Startschuss – um auch potenziellen Sponsoren zu zeigen, „dass hier etwas passiert“.

„Die Finanzverhandlungen über die Beteiligung der Gemeinden sind beendet, das Grundstück ist gekauft, ein Baudarlehen ist aufgenommen, die Baugenehmigung ist erteilt. Jetzt beginnen wir mit der Erschließung des Grundstücks. Dann folgt der Baubeginn“. Das ist der Stand der Dinge, wie ihn der Vorsitzende des Tierschutzvereins Freising, Joseph Popp, umreißt. Ganz am Ziel ist man aber noch nicht: „Zugegeben, es fehlt uns noch an Geld, um den Innenausbau und die Einrichtung der Tierherberge endgültig zu stemmen, aber wir hoffen dabei auf unsere Mitglieder, Sponsoren und Spender, dass sie uns auch auf den letzten Metern zum Erfolg, nicht im Stich lassen werden.“ Ein paar Zehntausend Euro, so Popp, bräuchte man noch. In den nächsten Tagen werden daher 1700 Briefe an Freisinger Firmen verschickt, in denen deutlich gemacht wird, wie wichtig die Tierherberge für den Landkreis ist. Man hofft auf Großsponsoren, freut sich aber auch über Fünf-Euro-Spenden. Und zu zeigen, „dass hier etwas passiert“, wie Popp sagt, wurden gestern auf dem Grundstück zwischen Mintraching und Dietersheim an der B 11 die Umrisse des künftigen Tierheims und der Ausgleichsflächen abgesteckt. In der Praxis sah das so aus, dass jede Menge Holzpflöcke eingeschlagen und rotweiße Bänder gezogen wurden. Aus Kostengründen will man den Bau in zwei Bauabschnitten erstellen. Popp: „Die Werkplanung ist bereits fertiggestellt. Wir werden jetzt umgehend mit den Erschließungsmaßnahmen beginnen und hoffen, diese bis Herbst beenden zu können.“ Baubeginn für das Haus ist dann im März – sofern sich auf die Ausschreibung hin geeignete Firmen melden. Hier hat Popp Bedenken: „Wegen des Baubooms könnte es schwierig werden, die benötigten Firmen zu bekommen. Da können wir nur hoffen, dass das klappt.“ Zur Erinnerung: Im Febraur 2015 hatten sich 15 Gemeinden im Landkreis für eine Beteiligung an der Finanzierung des Projekts entschieden. Von März 2015 bis Februar 2016 schloss der Verein mit allen 15 Kommunen Finanzierungskostenverträge ab. „Dadurch konnten wir im April 2016 ein Baudarlehen bei der Sparkasse Freising aufnehmen“, berichtet Popp, der den 15 Gemeinden, die mit im Boot sitzen, dankbar ist: Stadt Freising, Neufahrn, Eching, Hallbergmoos, Haag, Marzling, Allershausen, Zolling, Attenkirchen, Fahrenzhausen, Hohenkammer, Kranzberg, Paunzhausen, Kirchdorf und Wolfersdorf. Die restlichen neun Gemeinden haben bereits Fundtierverträge mit dem Tierheim Heinzelwinkel (Tierschutzverein Landshut) oder dem Tierschutzverein Hallertau und wollen diese auch einhalten. Der Baubeginn auf dem Grundstück zwischen Dietersheim und Mintraching hätte übrigens schon erfolgen können – wäre da nicht ein brütendes Rebhuhn aufgetaucht. „Als Tierschützer haben wir da natürlich Verständnis“, sagt Popp, der nun mit seinem Verein etwa 3700 Quadratmeter „Rebhuhn-Fläche“ zur Verfügung stellen muss – neben der normalen Ausgleichsfläche für den Tierheimbau, die bereits mit 3300 Quadratmetern zu Buche schlägt.

Helmut Hobmaier

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