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Die Zukunft der Auffangstation für Reptilien - wie für diesen Rotkehlanolis - ist weiter in der Schwebe.

Haushaltsantrag

Zierer kämpft weiter für Reptilienstation

Freising - Eigentlich sollte die Reptilienauffangstation Nachbar des Tierschutzvereins Freising werden. Das war die Idee des Freisinger Abgeordneten Benno Zierer. Doch der Landtag verweigert dem Verein weiterhin die Unterstützung.

Chamäleons in Socken versteckt, Tigerpythons im Karton ausgesetzt oder eine Anaconda aus dem Badesee: Die Auffangstation für Reptilien in München hat in den vergangenen Wochen spektakuläre Neuzugänge aufgenommen – ihre Zukunft bleibt aber unsicher. Denn im Entwurf für den Doppelhaushalt 2017/18 hat die Staatsregierung kein Geld für den Neubau der Station bereitgestellt, wie der Freisinger Landtagsabgeordnete Benno Zierer (FW) berichtet. „Das ist eine riesengroße Enttäuschung. Die Staatsregierung hätte zumindest ein Signal aussenden müssen, dass es weitergehen wird.“ Der Neubau sei für den Verein dringend erforderlich.

Benno Zierer: „Der Verein hat alle Vorgaben erfüllt, und jetzt lässt man ihn wieder in der Luft hängen.“

Aufgeben will Zierer aber nicht: Die FW fordern in einem Änderungsantrag, dass im Etat des Umweltministeriums für 2017 und 2018 hierfür insgesamt 9,5 Millionen Euro bereitgestellt werden. Auf diese Summe hatte der Trägerverein der Auffangstation die geplanten Kosten des Neubaus in Neufahrn abgespeckt – auf Geheiß des Umweltministeriums und von CSU-Haushaltspolitikern im Landtag. „Der Verein hat alle Vorgaben erfüllt, und jetzt lässt man ihn wieder in der Luft hängen“, kritisiert Zierer.

Die Auffangstation, die von einem gemeinnützigen Verein betrieben wird, muss ihre Räumlichkeiten in der Münchner Kaulbachstraße verlassen – sie waren bislang von der Ludwig-Maximilians-Universität leihweise zur Verfügung gestellt worden. Dort werden jährlich rund 1200 exotische Reptilien, Insekten und Säugetiere untergebracht, die in ganz Bayern und in anderen Bundesländern abgegeben, ausgesetzt oder von Behörden beschlagnahmt wurden. Die Räume in der Kaulbachstraße sind überfüllt, das Personal arbeitet in beengten Verhältnissen. Deshalb ist der Verein seit Jahren auf der Suche nach einer anderen Unterbringungsmöglichkeit.

Ein Neubau in Neufahrn ist für Zierer die einzige Alternative. Dort könnte der Förderverein der Auffangstation ein Grundstück erwerben – in unmittelbarer Nachbarschaft zum Tierschutzverein Freising, der dort sein Tierheim errichtet. Der Abgeordnete hatte den Kontakt zwischen den beiden Vereinen hergestellt – mit dem Hintergedanken, bei den Bauprojekten Synergieeffekte zu nutzen und Geld zu sparen. „Diese Chance ist leider fast schon vertan, weil die Reptilienauffangstation nicht rechtzeitig Planungssicherheit erhalten hat.“

ft

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