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Der Eventmanager Daniel Vath (20) möchte klarstellen: „Ich bin kein Betrüger!“

Er räumt mit Spekulationen über seine Party auf

Holi-Festival in Freising: Jetzt meldet sich der Veranstalter zu Wort

Freising - Werden Tickets für eine Party verkauft, die es gar nicht gibt? Um das "Sei bunt Festival Freising" rankten sich bereits Spekulationen. Nun beteuert der Veranstalter: "Ich bin kein Betrüger" Im Gespräch räumt er Fehler ein - und kündigt einen neuen Termin an.

Der Fall der über Facebook beworbenen Veranstaltung „Sei bunt Festival Freising“ erfährt eine Wendung: Nach Spekulationen, wonach Tickets für eine möglicherweise nicht existierende Party verkauft werden, hat sich nun der Veranstalter in der Tagblatt-Redaktion gemeldet. Er spricht von Missverständnissen, gesteht Fehler ein – und betont mit Nachdruck: „Ich bin kein Betrüger!“

Daniel Vath ist 20 Jahre alt und bezeichnet sich selbst als „zugezogener Freisinger“. Als selbstständiger Eventmanager habe er bereits mehrere Partys in seiner früheren Heimat, dem Münsterland, veranstaltet. Im Frühling diesen Jahres habe er sich dann relativ spontan dazu entschlossen, in seiner neuen Heimat ein Holi-Festival (Musikveranstaltung, bei der Besucher farbiges Pulver in die Luft werfen – d. Red.) auszurichten. „Ich habe das Event im April mit dem Platzhalter-Termin 2. Juli bei Facebook veröffentlicht, um erst einmal die Resonanz abzuklopfen“, erklärt er im Gespräch mit dem FT. 

"Hätte mehr Zeit einplanen sollen"

Als nach einer Woche bereits über 100 Nachrichten von Interessenten an seinem „Sei bunt Festival Freising“ eingegangen seien, habe er sich dazu entschlossen, die Party auf die Beine zu stellen. Vath: „Ich wollte es alleine durchziehen.“ Sein Problem: „Relativ bald hat sich herauskristallisiert: Ich schaffe es nicht mehr bis zum geplanten Datum.“ Nachdem zwei sichergeglaubte Sponsoren abgesprungen seien, habe er seinen Wunschtermin streichen müssen. Vath gesteht nun Fehler ein: „Ich hätte wohl mehr Zeit einplanen und früher bekanntgeben sollen, dass der Termin nicht stattfindet.“

Denn sowohl auf der Facebook-Seite als auch in der dort publizierten Veranstaltung stand selbst wenige Tage vor dem angegebenen Termin kein Wort davon, dass das Event ausfallen muss. Obwohl Vath auf seiner Seite geschrieben hatte, dass bislang „fast 500 Tickets“ verkauft worden seien, gab es keine Angaben zu elementaren Details wie Veranstalter oder Veranstaltungsort. Der 20-Jährige sagt: „Ich wollte sieben Tage vor dem Termin eine Pressemitteilung rausschicken – und dann direkt einen Ersatztermin liefern.“

Geld wird zurückgezahlt - neuer Termin im September

Der sei nun für September geplant. Und an welchem Ort? – „Die genaue Location steht noch nicht fest“, erklärt er. Und verspricht: „Wer bereits ein Ticket gekauft hat, bekommt sein Geld reibungslos zurückgezahlt.“ Für Fragen stehe er unter seiner E-Mail-Adresse ticket@sei-bunt-festival.de zur Verfügung.

Daniel Vath hofft nun, dass sein Event im September ein Erfolg wird. Er rechnet mit bis zu 1000 Besuchern. Und sagt: „Aus Fehlern lernt man.“

Armin Forster

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