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Für ihre langjährige Treue ehrten (v. l.) Vorsitzende Irene Montag (l.) und Schatzmeisterin Irmgard Vey (5. v. l.) die Mitglieder (ab 2. v. l.) Rita Höck (41 Jahre Mitgliedschaft), Brigitte Wimmer (41), Rosemarie Illinger (40), Franziska Leinthaler (48), Gudrun Nierle (40) und Therese Günther (51).

Jahreshauptversammlung der Frauengemeinschaft Freising/Haindlfing

Frauen wollen hin zum flexiblen Vorstand

Freising – 110 Jahre alt wird die katholische Frauengemeinschaft Freising/Haindlfing im Mai 2017. Ein hohes Alter, was die Frauen jedoch nicht dazu animiert, die Hände in den Schoß zu legen. Im Gegenteil: Pünktlich zum Jubiläum will die rührige Frauenriege ihre Vorstandschaft neu strukturieren. Die Marschroute lautet: „Wir brauchen mehr Kümmerinnen.“

14 Frauen sind es derzeit, die in der Vorstandschaft des rund 200 Mitglieder starken Vereins sehr viel Engagement einbringen. Sie organisieren die traditionellen Veranstaltungen: Adventsfeier, Christkindlmarkt, Palm- und Kräuterbuschenbinden, Besuche in den Seniorenheimen, Behinderten-, Senioren- oder Kindernachmittage, Vorträge, Stadtführungen und nicht zuletzt den alljährlich stattfindenden Weltgebetstag der christlichen Kirchen. Wie die Vorsitzende Irene Montag bei der Jahreshauptversammlung am Samstag bilanzierte, sind die Veranstaltungen im vergangenen Jahr wieder ausgesprochen gut angenommen worden. Viele fleißige Frauenhände hätten zahlreiche Palmbuschen gebunden, zu Mariä Himmelfahrt seien die kleinen Kunstwerke verkauft worden. Der Erlös, den die Frauen erwirtschafteten, ergab einen satten Spendenbetrag, der karitativen Einrichtungen zugute kam.

In Zukunft wollen die Frauen das aber alles etwas anders organisieren, und dafür gab es am Samstagabend schon konkrete Vorschläge. Anlässlich der Neuwahlen im nächsten Jahr will die Gemeinschaft aus der traditionellen Struktur (derzeit 14 Frauen) ausbrechen. Einbringen könnten sich dann auch die übrigen Vereinsmitglieder in einem flexiblen Vorstandsteam. Wie dies umgesetzt werden könnte, erläuterte Beisitzerin Ossi Bensch: „Jede Frau hat doch ganz bestimmte Begabungen und Interessen.“ Jedes Mitglied sollte sich angesprochen fühlen und aktiv im Vereinsprogramm mitwirken.

Nicht umsonst hatte Stadtpfarrer Peter Lederer in seinem Grußwort an den Wert der Sicherheit und Vertrautheit erinnert. Dies müsse aber nicht Passivität bedeuten. Die Frauengemeinschaft St. Georg sei gerade dabei, „auf verlässlichem Grund“ in die Zukunft zu gehen.

Zur nächsten Veranstaltung treffen sich die Frauen am Mittwoch, 16. November. Beim Bastelabend in der Kreativwerkstatt werden Moosherzen gefertigt. Am Montag, 28. November, findet die traditionelle Adventsfeier im St.-Georgssaal statt.

Maria Martin

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