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Die Spitze der Feuerwehren im Landkreis Freising waren zum Info-Gespräch mit MdL Florian Herrmann (rechte Seite, 2. v. r) auf den Nährberg gekommen.

Blaulicht-Gespräch mit CSU-Abgeordneten Herrmann

Rettungsgasse ist bei den Freisinger Feuerwehren ein heißes Thema

Freising - Österreich als Vorbild? Für die Feuerwehren im Landkreis Freising schon. Denn die drastischen Strafen, die in der Alpenrepublik für Autofahrer verhängt werden, die die Rettungsgasse nicht freihalten, sollten auch in Deutschland Anwendung finden.

Das forderte zumindest Kreisbrandinspektor Helmut Schmid beim „Blaulichtgespräch“ mit CSU-MdL Florian Herrmann am Mittwoch. Aber das war nur ein Punkt bei dem Treffen der Feuerwehrführungskräfte im Bräustüberl, bei dem Florian Herrmann die Floriansjünger nach seiner Begrüßung und einer kurzen Einleitung aufgefordert hatte: „Feuer frei!“

Kreisbrandrat Heinz Fischer eröffnete die Aussprache damit, dass er Herrmann, den innenpolitischen Sprecher der CSU-Landtagsfraktion, für dessen Einsatz für die Einsatzkräfte der Feuerwehren lobte: „Sie vertreten die Feuerwehr hervorragend.“

Fischer, der am 8. Januar aus Altersgründen als Kreisbrandrat aufhören muss, begrüßte die im neuen Landesfeuerwehrgesetz vorgesehene Regelung, dass künftig Floriansjünger bis zum 65. Lebensjahr aktiv an Einsätzen teilnehmen dürfen. Momentan liegt die Altersobergrenze bei 63 Jahren. Ohne diese Männer, die oft schon in Rente, aber noch fit seien, „geht uns in den Dörfern die Luft aus“, schilderte Fischer die Lage.

Und dann ging es um besondere Fälle der Zuschusspolitik des Freistaats bei der Anschaffung von Feuerwehrfahrzeugen: Wie an einem „Fall“ in einer Gemeinde im Norden des Landkreises deutlich werde, müssten Richtlinien eingehalten werden, so Fischer. Wenn dort ein Mannschaftswagen angeschafft werden soll, um einen Tragkraftspritzenanhänger zu ziehen, dann sei das eben – und zwar aus guten Gründen – nicht konform mit den Richtlinien. Dann unterstütze er die Anschaffung auch nicht, und dann gebe es auch keine Förderung durch den Freistatt. Dass aufgrund der Zuschussrichtlinien ein HLF 20 die Gemeinde billiger kommt als die Anschaffung eines kleineren HLF 10, ist für Freisings Stadtbrandinspektor Anton Frankl allerdings überdenkenswert. Ob eine solche Zuschusspolitik „dienlich“ sei, sei schon die Frage. Denn die für die Gemeinde günstigere Anschaffung eines größeren Fahrzeugs könne ja beispielsweise dazu führen, dass dann das Feuerwehrgerätehaus zu klein sei.

Fischer schilderte noch einen pikanten Fall: Weil die Feuerwehr Au die Zehn-Minuten-Frist nicht einhalten könnte, sollte in Abens der Einsatz von Atemschutzträgern notwendig sein, will die Regierung nun die FFW Abens zur Anschaffung eines Fahrzeugs mit Atemschutz verpflichten. Das Problem, so Fischer: Die Personaldecke in Abens sei zu dünn, um Atemschutz stemmen zu können. Seine Bitte an Herrmann: für Abens (und andere ähnliche Fälle) Ausnahmen machen.

Und dann kam Schmid mit der Schilderung dessen, wie es Rettungskräften mit der oft eben nicht vorhandenen Rettungsgasse ergehe: „Das ist ein massives Problem“, berichtete der KBI aus Dietersheim. Vor allem: Wer in Deutschland angezeigt werde, weil er die Rettungsgasse nicht freihalte, müsse mit 20 Euro Strafe rechnen.

In Austria hingegen sind da 2180 Euro fällig – das sei wesentlich wirkungsvoller. „Das ist ein guter Punkt“, quittierte Herrmann diese Anregung, Bitte und Forderung.

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