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Berlin ruft: Erich Irlstorfer (Mitte) freute sich mit den Kreisvorsitzenden Florian Herrmann (Freising), Karl Straub (Pfaffenhofen), Alfred Lengler (Neuburg-Schrobenhausen, v. l.) und seiner Frau Claudia.

Erich Irlstorfer (CSU) erneut für den Bundestag nominiert

„Mit Überzeugung und Leidenschaft“

Schweitenkirchen -  „Unser Freund Erich Irlstorfer“, wie Kreisvorsitzender Florian Herrmann den amtierenden Bundestagsabgeordneten nannte, wird von der CSU erneut ins Rennen um ein Ticket nach Berlin geschickt. Am Montag wurde Irlstorfer zum Direktkandidaten des Wahlkreises 214 gekürt.

Daran, dass Erich Irlstorfer (46) zum zweiten Mal als Direktkandidat der CSU in den Bundestagswahlkampf zieht, bestand am Montagabend im „V-Heim“ zu Schweitenkirchen nie ein Zweifel. Denn auch die Pfaffenhofener waren in den vergangenen drei Jahren mit der Arbeit und Präsenz des Abgeordneten aus Freising zufrieden, wie der dortige Kreis-Chef, MdL Karl Straub, betonte. Und so war die einzig spannende Frage, wie viele Ja-Stimmen der Amtsinhaber und Titelverteidiger nach seinem Rechenschaftsbericht und seiner Bewerbungsrede auf sich würde vereinen können. Die Antwort: 160 Delegierte hätten kommen können, 150 waren da, neun Stimmen waren ungültig, drei Mal gab es ein Nein. Fazit: Irlstorfer wurde mit 138 Ja-Stimmen gewählt.

Am 10. Dezember 2012 war Irlstorfer an selber Stelle erstmals als Bundestagskandidat (damals noch des Wahlkreises 215) nominiert und am 22. September 2013 mit 52,9 Prozent gewählt worden. Sein Ziel, so sagte er, „war und ist es, den Menschen durch gute, moderne, wertkonservative Politik etwas zurückzugeben“. Die Bilanz der Regierung und auch die seiner persönlichen Arbeit der vergangenen 37 Monate in Berlin fiel positiv aus: Dass sein Wahlkreis nach dem Großraum München die meisten Mittel im Bundesverkehrswegeplan erhält, „passiert nicht, wenn man sich nicht einsetzt“, versicherte der MdB. Erfolge vermeldete Irlstorfer auch im Bereich der Pflege, bezeichnete allerdings die Entscheidung von Bundeskanzlerin Angela Merkel im September 2015, die Grenzen für Flüchtlinge zu öffnen, als „Fehler“ und „falsches Signal“. Deutsche Asylpolitik, so stellte Irlstorfer klar, sei weder „Wir schaffen das, wir schaffen das, wir schaffen das“ noch „Obergrenze, Obergrenze, Obergrenze“. Deutsche Asylpolitk sei „ein Spagat aus Machbarkeit und Notwendigkeit“. Und weiter: „Wir sind nicht unsozial, sondern haben einen Selbsterhaltungstrieb“.

In der kommenden Legislaturperiode will Irlstorfer weiterhin „Politik mit Überzeugungskraft und Leidenschaft betreiben“, will „eine Politik der Themen, die die Menschen mitnimmt“. Welche Themen das sind? Die Ausbildungs- und Beschäftigungspolitik durch die MINT-Initiative, eine gerechte Finanz-, Lohn- und Rentenpolitik („Wir dürfen nicht auf Pump leben“), eine andere Entwicklungs- und Landwirtschaftspolitik, um Flüchtlingen ohne Aussicht auf ein erfolgreiches Asylverfahren Anreize für einen Neustart in ihrer Heimat zu geben, eine Pflegepolitik nach dem Motto „High-Tech und Herz“ sowie die Friedenssicherung durch Europa, jenes gigantische Friedensprojekt, das nicht das Problem, sondern die Lösung darstelle.

Und: „Glauben Sie mir, ich habe Sie im Blickfeld“, so Irlstorfer zum Abschluss, „ob dritte Startbahn, ob Lärmschutz Schweitenkrichen, die Kliniken in Neuburg und in Schrobenhausen, Energiewende und vieles mehr.“ Er werde die Belange der Menschen aus seinem Wahlkreis – der jetzt 214 heißt – „mit Leidenschaft und ganz viel Engagement“ vertreten. 138 Delegierte glaubten ihm das und nominierten ihren „Freund“.

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