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Für die ersten Erdbewegungen beim Realschul-Projekt sorgten (v. l. ) OB Tobias Eschenbacher, Andrea Weigl (Schulleiterin Außenstelle), Landrat Josef Hauner, Aslan Tschaidse (Architekt) und Christine Obermaier (Schulleiterin Karl Meichelbeck-Realschule).

Neue Freisinger Realschule

Ein Bildungs-Juwel

Freising - Vor elf Jahren hat der Landkreis Freising in Eching miat dem Bau der dortigen Realschule begonnen. Gestern traf man sich zum nächsten Spatenstich für eine Realschule: In den Guten Ängern in Lerchenfeld werden in den kommenden zweieinhalb Jahren rund 44 Millionen Euro verbuddelt und verbaut werden. Dafür bekommt man „ein weiteres Juwel in der Freisinger Bildungslandschaft“, wie es Realschul-Rektorin Christine Obermaier ausdrückte.

Über vier Jahre ist der Grundsatzbeschluss des Kreistags alt, in dem man festlegte, dass man in Freising eine vierte Realschule errichten wolle. Die Überlastung der Realschulen in Freising und Eching habe zu diesem Beschluss geführt, blickte Landrat Josef Hauner gestern zurück. Ende 2012 habe das Kultusministerium Grünes Licht gegeben, nach längerer Standortsuche habe man im Juli 2013 die Guten Änger im Stadtteil Lerchenfeld als Standort auserkoren. Im Laufe des vergangenen Jahres habe man die Planungen des Architekturbüros Fritsch + Tschaidse genehmigt, während bereits zum Schuljahr 2014/15 die neue Realschule Freising II in Containern an der Erdinger Straße startete. Landrat Hauner bedankte sich vor allem bei der Stadt als ehemaligem Grundstückseigentümer und Genehmigungsbehörde für die gute Zusammenarbeit – ein Lob, das Freisings OB Tobias Eschenbacher postwendend zurückgab: „Ich denke, wir haben das im Schulterschluss gut hinbekommen.“ Der Oberbürgermeister war sich sicher: „Das wird eine sehr schöne Schule mit einem interessanten Konzept.“ Denn, und das ist auch auf die Einbindung der bestehenden Karl-Meichelbeck-Realschule zurückzuführen: In der neuen Realschule wird der Unterricht in sogenannten Lernclustern abgehalten. Dem entspricht auch die Planung der Schule, die Architekt Aslan Tschaidse kurz vorstellte: Die „Kammstruktur“ des Gebäudes mit seinen drei „Fingern“ bilde diese Cluster ab, ermögliche auch offene Höfe hin zu dem benachbarten Biotop. Mehrzweckhalle, Pausenhalle, Mensa, Speisesaal, Mittagsbetreuung, Fachräume und Klassenzimmer – das alles ist im Gesamtpreis von 44 Millionen Euro enthalten. Hauner sagte, man hoffe auf Zuschüsse des Freistaates in Höhe von 8,6 Millionen Euro. Obermaier versicherte, die Schulfamilie habe lange auf diesen Tag gewartet. Sie sei sich sicher, dass diese Einrichtung ein Lernort werde, an dem die Kinder auf sehr hohem Niveau für die Zukunft fit gemacht werden. Zum Schuljahresbeginn 2018/19 soll die neue Schule dann in Betrieb gehen.

Andreas Beschorner

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