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Schlagkraft und Selbstbewusstsein sind nicht nur im Kickboxen notwendig. Neben ein paar „Fingereinheiten“ für die Schüler (Bild) gab Daniel Dörrer in der Paul-Gerhardt-Schule auch Tipps für die Zukunftsgestaltung.

Kickbox-Weltmeister macht Paul-Gerhardt-Schülern Mut

Trainingseinheiten in Sachen Zukunft

Freising - Ein besonderer Gast kam jüngst  in die Paul-Gerhardt-Mittelschule: Der neunfache Kickbox-Weltmeister Daniel Dörrer besuchte die 8. Klasse im Rahmen des Projekts: „ZAC – Zukunft als Chance“. Dörrer gab den Jugendlichen bei einer spielerischen Pressekonferenz Tipps für ihre Zukunft und erzählte dabei so manches aus seiner sportlichen Karriere.

In eine Presse-Lounge verwandelte sich jüngst ein Klassenzimmer der Paul-Gerhardt-Mittelschule. Am „Rednerpult“: neunmaliger Kickbox-Weltmeister und angehende Lehrer Daniel Dörrer mitsamt Box-Ausrüstung. Mit dabei: die „Reporter“ der 8. Klasse. Im Hintergrund beobachteten Sponsoren und Schulleitung das Geschehen. Denn heuer startet an der Schule erstmals das Projekt: Zukunft als Chance“ (ZAC). ZAC soll den Schülern bei der Zukunftsplanung und der Persönlichkeitsentwicklung helfen. Es gliedert sich in drei Hauptschwerpunkte: Motivation und Fitness, Strategie und Planung sowie der Block Kreatives Denken und Handeln. Das alles wird verpackt in Beispiele aus den Feldern Sport und Kunst, die für Jugendliche interessant und nachvollziehbar sind. Alle zwei Wochen besuchen verschiedene Profis aus diesen beiden Bereichen die Schule und erzählen von ihrer persönlichen Erfolgsgeschichte.

Den ersten „Kickoff“, also den Startschuss für das Projekt, gab jetzt Daniel Dörrer. Und das Interesse der Schüler war riesig. Im Mittelpunkt stand die Frage: „Was fasziniert Sie am Kickboxen?“ Dörrer überraschte dabei mit seiner Antwort: „Für mich steht beim Kickboxen der sportliche Aspekt nur an zweiter Stelle.“ Viel mehr sei es für ihn ein Persönlichkeitstraining: „Durch Sport lernt man sich besser kennen.“

Ob ihn noch andere Sportarten interessieren, wollten die Kinder wissen. „Basketball macht mir viel Spaß. Und Schwimmen“ antwortete Dörrer: „Zudem hat man als Profi nicht viel Zeit für anderen Sport.“ Was er für Pläne als Schüler hatte? „Ich habe schon in der 9. Klasse begonnen, leistungsmäßig zu trainieren. Als ich dann die ersten Wettkämpfe für mich entscheiden konnte, wusste ich: Das will ich machen, das begeistert mich!“ Allerdings ließ er sich immer einen Plan B offen. Trotz der Wettkämpfe und des Trainings studierte er deshalb Lehramt.  Dörrer ist jetzt Deutsch- und Sportlehrer, und steht kurz vor seinem Referendariat. „Drei wichtige Begriffe“ hätten ihn in seiner Sportlerlaufbahn immer begleitet: „Motivation, Ausdauer und Durchhaltevermögen.“

Es gebe zudem zwei Arten, um sich zu motivieren: „Äußere Motivation, die man durch Unterstützung von Freunden, Fans und Verwandten bekommt. Und Motivation, die von Innen kommt“. Bei letzterer spiele es keine Rolle ob man Zuschauer hat: „Was zählt ist, dass man es für sich selbst macht. Weil Leidenschaft und Spaß einen dazu antreiben.“ Es sei wichtig, sich seine Ziele immer wieder vor Augen zu führen, „die man mit Ehrgeiz, Disziplin und vor allem dem Glauben an sich selbst erreichen kann“.

Julia Küttner/Maximilian Schulz

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