+

Wende im Fall Abseits

Stadt denkt über Millionen-Darlehen fürs Abseits nach

Freising - Das wäre ein Hammer: Die Stadt Freising könnte sich vorstellen, dem Abseits-Verein ein Darlehen in siebenstelliger Höhe für den Erhalt der Kultkneipe zu gewähren. Es gibt allerdings noch einige Hürden zu überspringen – und ganz ohne Gegenleistung ginge es auch nicht.

OB Tobias Eschenbacher bestätigt, dass es Gespräche bezüglich eines zinslosen Darlehens gibt – in siebenstelliger Höhe. Er sagt aber auch: „Das ist noch nicht sicher.“ Es gelte noch, politische und haushaltstechnische Hürden zu überspringen – nach der Sommerpause wird der Stadtrat über den Kredit entscheiden.

Sebastian Habermeyer (Grüne), der sich dazu gestern nicht äußern wollte, habe die Idee eingebracht, den Abseits-Verein zu unterstützen, erklärte der Oberbürgermeister. Aber auch sonst sei man in der Politik positiv auf das Vorhaben eingestellt. Im Gegenzug, so Eschenbacher, hätte die Stadt die Möglichkeit, die fehlenden Spielstätten auszugleichen. Der OB kann sich vorstellen, Räumlichkeiten des Abseits, im Falle seiner Wiedereröffnung für kulturelle Veranstaltungen der Stadt zu nutzen. Bekanntermaßen ist der Stadt mit dem Asamsaal gerade eine wichtige Spielstätte abhanden gekommen. Auf Sicht wird sich das auch nicht ändern – dort steht zunächst die Sanierung an.

Ein derartiges Arrangement könnte sich Vereinsvorsitzender Norbert Bürger durchaus vorstellen – im Sinne von eine Hand wäscht die andere. Aus seiner Sicht wäre ein entsprechendes Darlehen „ein bedeutender Schritt“ in Richtung Erhalt des Abseits – und „ein positives Signal“ nach außen: an andere Geldgeber und auch an den Eigentümer Graf Guy von Moy.

Bürger gibt allerdings zu bedenken, dass die Verhandlungen mit von Moy bezüglich des endgültigen Kaufpreises noch laufen. Im Gespräch waren zuletzt 1,5 Millionen Euro. Das war allerdings noch bevor die Kneipe geschlossen wurde und der Verein sich gegründet hatte. „Da ist noch nichts konkret“, erklärt Bürger bezüglich des Kaufpreises und der jüngsten Entwicklung. Dass das zinslose Darlehen allerdings ein Pfund und eine Hausnummer im Kampf um die Kultkneipe wäre, da ist sich der Vereinsvorsitzende sicher.

Gut zu wissen

Zum 37. Geburtstag des Abseits soll am Freitag, 5. August, ein Ständchen von Mitgliedern des Abseitschors vor dem Lokal stattfinden (20 Uhr). Das muss aber erst noch genehmigt werden. Anschließend wird der Geburtstag im Abseits-Zelt im Biergarten des Lindenkellers gefeiert - das ist schon fix.

Alexander Fischer

Mehr zum Thema

Auch interessant

<center>Wiesn Editionskrug Nr.1 "Gronemeyer-Schilz" 0,5l</center>

Wiesn Editionskrug Nr.1 "Gronemeyer-Schilz" 0,5l

Wiesn Editionskrug Nr.1 "Gronemeyer-Schilz" 0,5l
<center>Höfer1 - Pinot Sekt brut 0,75 l</center>

Höfer1 - Pinot Sekt brut 0,75 l

Höfer1 - Pinot Sekt brut 0,75 l
<center>Schokoladen-Set "Alles Liebe" zum Selbermachen</center>

Schokoladen-Set "Alles Liebe" zum Selbermachen

Schokoladen-Set "Alles Liebe" zum Selbermachen
<center>Schokoladen-Set zum Selbermachen</center>

Schokoladen-Set zum Selbermachen

Schokoladen-Set zum Selbermachen

Meistgelesene Artikel

Integration auf Rädern

Zolling - Er ist sportlich und sozial engagiert: Ewald Roddewig. Der Zollinger (68) hat in kürzester Zeit eine Rennrad-Gruppe für Flüchtlinge aus Eritrea gegründet. Sie …
Integration auf Rädern

FW Kranzberg: Den Ort im Fokus haben

Kranzberg – Als „Stütze der Gemeinderäte“ sehen sich die Mitglieder der Freien Wähler Kranzberg und arbeiten diesen bei aktuellen Themen zu. Bei der vergangenen …
FW Kranzberg: Den Ort im Fokus haben

Am Sonntag: Typisierung für Regina Hudler in Moosburg

Moosburg - In der Vhs Moosburg dürfte diesen Sonntag richtig viel los sein: Viele Bürger wollen an der Typisierungsaktion für Regina Hudler teilnehmen. Die 39-Jährige …
Am Sonntag: Typisierung für Regina Hudler in Moosburg

„Wir trauen uns was“

Das war knapp, hätte beinahe Geschichte geschrieben und entlockte OB Tobias Eschenbacher ein humorig enttäuschtes „Ach Gott!“: Mit einer Gegenstimme, und zwar der von …
„Wir trauen uns was“

Kommentare