Uferlos steht vor der Tür

Das Festival der Freisinger

Freising - Das Uferlos-Festival – es ist mehr als Kultur und Essen. Es ist eine Institution in der Domstadt geworden. Am 29. April eröffnen Vipo Maat, Thomas Sedlmeier und Michi Kasper das achte Uferlos. Im FT-Interview sprechen sie über Neues, ihre persönlichen Höhepunkte und was ihnen besonders am Herzen liegt.

Die Frage aller Fragen zuerst: Was erwartet uns an Neuerungen?

Maat: Wir haben ganz viele neue Stände – zum Beispiel den Schokodöner, etwas richtig Unanständiges für die Hüfte. Das ist ein Biskuitteig mit heißer Schokolade gefüllt. Ich freue mich auch auf einen Südtiroler Stand, der handgemachte Knödelspeisen (Pressknödel, zum Beispiel) anbietet. Da war ich seit Jahren dran – und endlich hat’s geklappt.

Sedlmeier: Der Abseits-Verein baut die Kneipe für kurze Zeit wieder auf. Da sind wir gespannt, wie das aussehen wird.

Kasper: Ach, die sind verrückt genug, dass das richtig, richtig gut wird (lacht).

-Ein neues Bier gibt’s heuer auch.

Kasper: Der Name steht fest: Es wird Comet heißen.

-So lautete ja auch die ursprüngliche Idee.

Kasper: Ja, es kam auch kein besserer Vorschlag mehr.

Sedlmeier: Außer Freibier.

-Was passiert mit den ausgelobten Fässern?

Kasper: Die verlosen wir extra auf Facebook.

-Aber man kann am Uferlos nicht nur essen und trinken – auch an Bewegung soll es nicht mangeln.

Kasper: Ich find’s besonders cool, dass die Tanzschule TWS move ihr Programm ab 19 Uhr jeden Tag komplett bei uns macht. Da kann man selbst mit zwei linken Beinen schnell Tanzen lernen – und gesund ist das auch noch. Und beim Festivallauf werde ich auch nicht gleich zusammenbrechen.

-Da fällt der Schokodöner kaum ins Gewicht.

Kasper: Aber nur, wenn man’s richtig macht.

-Vieles auf dem Festival ist aber auch altbekannt und vor allem bewährt – wie wird sich das Uferlos 2016 zeigen?

Kasper: Man wird sehen, dass wir wieder viel Herzblut reingesteckt haben. Viele Bands, Künstler, das kostenlose Programm kann sich echt sehen lassen. Darauf sind wir auch stolz. Das Line-Up zeigt auch, wie viele geniale Musiker wir im Landkreis haben. Das Uferlos ist regional, national und teilweise sogar international geworden.

-Wie viele Bands bewerben sich eigentlich? Muss man da auch mal jemandem absagen?

Maat: Und wie. Wir haben so viele Anfragen, dass wir bei vielen gar nicht hinterherkommen.

Sedlmeier: Heuer hatten wir über 800 Bewerbungen von Bands und rund 400 bis 500 von Ausstellern.

Maat: Wir können halt leider nicht alle unterbringen.

-Jetzt habt ihr ja eine Auswahl getroffen – was ist euer Highlight?

Sedlmeier: Das hört sich vielleicht blöd an, aber es ist tatsächlich keine Band und kein Stand. Wenn man während des Festivals erstmals aus seinem persönlichen „Tunnel“ auftaucht, sich vorher die ganze Zeit Sorgen macht ob alles passt, und dann tatsächlich alles funktioniert – das ist mein persönlicher Höhepunkt.

Kasper: Da freut man sich darüber, wenn ein Unwetter vorbeizieht, wenn das Publikum Spaß hat und über alle Menschen, die mitwirken.

"Das Uferlos-Festival ist kein Komasaufen"

-Ist das Uferlos Festival in Freising endgültig etabliert?

Kasper: Die Freisinger sehen’s schon als „ihr“ Festival. Und das Schöne daran ist : Wir haben keine wirkliche Zielgruppe. Man sieht, dass alle Altersgruppen oder Schichten vertreten sind.

-Und trotzdem läuft alles zivilisiert ab.

Maat: Das Uferlos-Festival ist eben kein Komasaufen. Darauf legen wir auch großen Wert.

-Das wird auch durch die Stimmung vermittelt.

Maat: Genau. Wir haben eben nicht nur Party und Halligalli, sondern auch Informationsvorträge, das Bärling-Zelt und noch viel mehr. Das ist ganz wichtig.

-Dazu tragen auch viele Vereine bei.

Sedlmeier: Die nutzen das Uferlos auch, um sich zu präsentieren. Der Treffpunkt Ehrenamt ist da, nur um ein Beispiel zu nennen, sehr aktiv. Das ist einfach eine super Zusammenarbeit, die wir mit den Vereinen pflegen.

Kasper: Wir merken auch, dass Partner und Sponsoren dabei bleiben. Die Stadtjugendpflege ist seit Anfang an mit im Boot, das ist für uns sehr, sehr wichtig. Ohne diese Unterstützung würde es nicht funktionieren.

-Altbekannte Gesichter sieht man heuer auch auf der Bühne wieder – wie Boppin B’.

Kasper: Die sind auch wirklich gut und im Laufe der Jahre immer noch besser geworden. Andere, die bei uns schon gespielt haben, wie Parov Stelar oder Frittenbude, könnten wir uns heute niemals mehr leisten. Da gibt es Bands, die kosten mittlerweile mehr als wir Budget für das ganze Festival haben (lacht).

-Wie würdet ihr die Entwicklung des Festivals kurz beschreiben?

Sedlmeier: Wir haben 2009 sehr viel musiklastiger begonnen. Mittlerweile gibt es so viel mehr als Bands. Die anderen Bereiche – Aussteller, Vorträge, Nachhaltigkeitsthemen – sind einfach gewachsen.

Kasper: Es gibt einfach keinen Grund, nicht hinzugehen!

Maat: Einen schon! Das böse W-Wort.

Kasper: Ja, ja, das Wetter. . . Aber wir haben 2000 überdachte (Steh)Plätze. Dann kann man auch mal im Regen dort sein.

-Wollt ihr noch wachsen?

Maat: Es kommen immer mehr Leute von weiter weg. Aber die kommen genau deswegen, weil wir so familiär sind. Und das wollen wir uns beibehalten.

Kasper: Kinder müssen sich immer gefahrlos bewegen können.

Das Festival in Kürze

  • Eintritt: Frei!
  • Drei kostenpflichte Veranstaltungen: Sissi Perlinger, ELO feat. Phil Bates
  • Datum: Freitag, 29. April, bis Sonntag, 8. Mai.
  • Musik: Auf drei Bühnen (Sparkassenbühne, Freisinger Bank Zelt und Stadtwerke Kaffeehauszelt) spielen verschiedene Bands.
  • Vorträge: Im Bärling-Zelt finden verschiedene Vorträge statt – oftmals zum Thema Nachhaltigkeit. Aber auch das Regionalgeld Bärling steht im Fokus.
  • Bezahlmöglichkeiten: Neben dem Euro kann man wieder mit dem Bärling seine Getränke zahlen. Auch einige Aussteller akzeptieren die Regionalwährung.
  • Treffpunkt Ehrenamt: Im Nachhaltigkeitszelt kann man sich Anregungen holen, wenn man sich schon lange ehrenamtlich engagieren möchte. Jeden Tag von 16 bis 19 Uhr stellt sich der Treffpunkt Ehrenamt mit seinen Helfern vor. Beteiligt sind außerdem der Helferkreis für Flüchtlinge, der Kreisjugendring und viele weitere Organisationen.
  • Kinder: Im dm-drogerie markt Glückskinderland gibt es Clowntheater, Ballons, Tanz, Geschichten und vieles mehr. Eine Hüpfburg und der Spielbus der Stadtjugendpflege runden das Angebot ab.
  • wigwAHM: Das Uferlos wigwAHM ist der Bar- und Loungebereich. DJs legen jeden Abend auf.
  • Festival-Lauf: Am Donnerstag, 5. Mai, findet der Festival-Lauf statt. Anmeldung: www.volksfestlauf.de.
  • Öffnungszeiten: Sa. ab 14, Do. und So. ab 12, Mo. bis Mi. sowie Fr. ab 16 Uhr. Ende ist, außer vor Wochenende und Feiertagen, um 1 Uhr. Ansonsten ist um 2 Uhr Schluss.
  • Getränke: Das Uferlos-Festival finanziert sich hauptsächlich über den Getränkeverkauf – also viel Durst mitbringen!

Mehr zum Thema

Auch interessant

<center>Höfer1 - Pinot Sekt brut 0,75 l</center>

Höfer1 - Pinot Sekt brut 0,75 l

Höfer1 - Pinot Sekt brut 0,75 l
<center>Schokoladen-Set "Alles Liebe" zum Selbermachen</center>

Schokoladen-Set "Alles Liebe" zum Selbermachen

Schokoladen-Set "Alles Liebe" zum Selbermachen
<center>Samt-Trachtenhut mit Hahnenschlappenfeder fuchsia</center>

Samt-Trachtenhut mit Hahnenschlappenfeder fuchsia

Samt-Trachtenhut mit Hahnenschlappenfeder fuchsia
<center>Wiesn Editionskrug Nr.2 "Gronemeyer-Schilz" 1,0 l mit Deckel</center>

Wiesn Editionskrug Nr.2 "Gronemeyer-Schilz" 1,0 l mit Deckel

Wiesn Editionskrug Nr.2 "Gronemeyer-Schilz" 1,0 l mit Deckel

Meistgelesene Artikel

Max Maillinger gibt Führung des Arbeitskreises 55Plus ab

Langenbach - Eine Art Wachwechsel gab es am Samstag beim Seniorenadvent der Gemeinde und des Pfarrverbands Langenbach/Oberhummel: Dort wurde Max Maillinger, langjähriger …
Max Maillinger gibt Führung des Arbeitskreises 55Plus ab

Fein g’spuit, sauber g’sunga

Freising – Am Anfang stand der Schock. Doch obwohl am Vorabend die Reichersdorfer Sänger krankheitsbedingt absagen mussten, wurde das Alpenländische Adventssingen des …
Fein g’spuit, sauber g’sunga

Das Jahr der Baustellen

Freising – Bei der Neugestaltung der Freisinger Innenstadt geht es 2017 ans Eingemachte. Baustellen wird zuhauf geben. Ab März wird gleich an mehreren Stellen gewerkelt …
Das Jahr der Baustellen

Zweitägiger Budenzauber mit Fortsetzungsgarantie

Eching - „Wollen wir froh und munter sein?“, fragte Erzieherin Ingrid Lindbüchl die Kinder der Kita Regenbogen am Adventssamstag zum Start des Christkindlmarkts. Ein …
Zweitägiger Budenzauber mit Fortsetzungsgarantie

Kommentare