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Verabschiedet wurden aus dem Laienbühnen-Vorstand (v. l.) der langjährige Schriftführer Jochen Fischer und der Vorsitzende Adolf Gumberger. Blumen überreichten 2. Vorsitzender Wolfgang Schnetz und 1. Vorsitzende Angela Flohr.

28 Jahre war Adolf Gumberger im Vorstand

Der Vorsitzende der Laienbühne gibt seine Hauptrolle ab: Ade, Adi!

Freising - Der Vorhang ist gefallen: 28 Jahre hat er im Vorstand der Laienbühne Freising gewirkt. Am Mittwoch hat sich Adolf Gumberger zurückgezogen, hat seine Hauptrolle im Vorstand abgegeben. Sein Schlussmonolog: „Dankeschön, es war eine großartige Zeit.“

Dass der „Otello“, die 2015er-Inszenierung der Laienbühne, bei zwölf Aufführungen 3265 Zuschauer anlockte, war erfreulich. Dass man den leidigen und „g’richtsmassigen“ Streit mit Ex-Mitglied Rudi Neuwardt um ein Urheberrecht zwar abgeschlossen hat und dessen Berufung gegen ein Vereinsausschluss-Urteil nicht zugelassen wurde, war auch erfreulich. Dass die Laienbühne Freising aber der Streit im Endeffekt über 30 000 Euro gekostet hat, war hingegen weniger schön. Und dass die Stadt noch immer überlege, ob man der Laienbühne den Verlust aus dem Jahr 2014 erstattet, als der Asamsaal gesperrt werden musste, ist auch nicht so prickelnd.

Es war also ein emotionaler Abend – jener Mittwoch im Gasthof Lerner, als sich rund 40 Mitglieder der Laienbühne Freising zu ihrer Versammlung trafen. Emotional aber besonders deshalb, weil der amtierende Vorsitzende, Kulturamtsleiter Adolf Gumberger, nicht mehr kandidierte, weil es für ihn nach 28 Jahren Tätigkeit im Vorstand der letzte Akt war. Max Riegler traf es: „Ade, Adi!“

Der neue Vorstand der Laienbühne: 1. Vorsitzende Angela Flohr (vorne) sowie (v. l.) Stephan Leitmeier (Beisitzer), 2. Vorsitzender Wolfgang Schnetz, Anna Sperrer (Kassierin), Toni Wiesheu und Anne Stümpfl (beide Beisitzer), Bernhard Nadler (technischer Leiter) und Nicole Schäckeler (Schriftführerin)

Wenn einer wie der Gumberger Adi bei einem Verein wie der Laienbühne abtritt, dann kann das gar nicht ohne Theaterdonner passieren. Wolfgang Schnetz, seit Urzeiten der Wegbegleiter Gumbergers, hielt die Abschiedsrede – frotzelnd, aber nicht so „gschert“, wie sich das sein Freund Adi gewünscht hatte: Schnetz spottete über die „knallbunten Säulen“, runden Tortendiagramme und die ekstatisch zuckenden Fieberkurven, mit denen der „Dahin-Scheidende“ in Vorstandssitzungen so geglänzt habe; Schnetz frotzelte über das Haarbüschel Gumbergers, das als Zeichen aufkommender Spannung „plötzlich zu steigen beginnt“; und Schnetz bilanzierte etwas g’fotzert: „Es war scho öfter schee ois ned schee.“

Gumberger gab sich selbstironisch: Er habe schon überlegt, ob er zum Abschluss seiner Tätigkeit noch einmal Balken, Diagramme und Kurven präsentieren solle. Im Endeffekt aber, und da wurde der Adi ernst, gab er dem Vorstand und dem ganzen Verein folgende Empfehlung mit auf den Weg: All die schönen Erinnerungen, die er habe, „müsst ihr euch selbst erarbeiten“. Die Laienbühne müsse einfach alles genießen, zusammenstehen, durchkämpfen. „Und das geht nur mit Leidenschaft, die Besten sein zu wollen“, so das Vermächtnis Gumbergers.

Nachfolgerin Gumbergers als 1. Vorsitzende wurde Angela Flohr, den Posten von Flohr als „Vize“ übernahm Wolfgang Schnetz. Die Kasse bleibt in den Händen von Anna Sperrer, neue Schriftführerin (für den ausgeschiedenen Jochen Fischer) ist Nicole Schäckeler.

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