Spatenstich an der General-von-Stein-Straße

Freising: Startschuss für neuen, bezahlbaren Wohnraum

Freising – „Es ist unsere soziale Verantwortung, in den Wohnungsmarkt einzugreifen, damit jeder eine Chance hat“, sagte OB Tobias Eschenbacher am Freitag beim Spatenstich an der General-von-Stein-Straße.

Der Grundstein für die 35 einkommensorientierten Wohnungen (EOF) aus Mitteln der Bayerischen Staatsregierung war bereits gelegt. Denn: Die Baugrube ist schon ausgehoben.

Eschenbacher und Andreas Voigt, Geschäftsführer der Freisinger Wohnungsbau- und Verwaltungsgesellschaft GmbH (WVG), sprachen vor 20 Vertretern der WVG, Stadt und weiteren Interessierten. Dass der Spatenstich erst nach dem Verbau der Baugrube stattfinde, zeige, dass die Firmen gut und zuverlässig arbeiten, sagte Eschenbacher.

Eine weitere Besonderheit: Die Wohnfläche von insgesamt 2284 Quadratmetern soll in zwei Geschossen Gemeinschaftsräume mit Teeküchen enthalten. Diese können dann für Familienfeiern oder Kindergeburtstage genutzt werden. „Die Räume könnten auch der sozialen Nutzung, beispielsweise der Kinder- und Seniorenbetreuung, zur Verfügung stehen“, sagte Andreas Voigt. Zudem sollen zwei rollstuhlgerechte Wohnungen entstehen. Doch auch die anderen Wohnungen sollen durch den verbindenden Laubengang in jedem Geschoss barrierefrei erreichbar sein. Die Erdgeschoß-Wohnungen bekommen – wie es die Pläne vorsehen – einen Privatgarten-Anteil. Zudem seien 28 Stellplätze geplant.

Bereits im Sommer wurde der Altbau, der zuvor an der General-von-Stein-Straße gestanden war, abgerissen. „Wir haben Überlegungen angestellt, ob das Gebäude durch Sanierung gerettet werden kann“, erklärte Andreas Voigt. Und weiter: „Wir haben Untersuchungen durchgeführt im Hinblick auf die Decke, Statik und Wohnungszuschnitte.“ Letztlich habe man sich für den Neubau entschieden. Es ist geplant, die Decke über dem Kellergeschoß bis zu diesem Winter fertig zu bauen. Für die gesamte Bauzeit wird mit rund 18 Monaten gerechnet. Das hänge aber von der Witterung ab, erklärte Voigt. Die Baukosten betragen 9,1 Millionen Euro.

Das Gebäude, das sich auf einer Grundstücksfläche von 3257 Quadratmetern befindet, wird in Hybridbauweise konstruiert. Dabei sind nicht die Außenwände tragend, sondern die Decke und die Wohnungstrennungswände aus Stahlbeton. Eines steht für Tobias Eschenbacher fest: „Die Pläne lassen vermuten, dass es ein tolles Projekt wird.“

Victoria Stettner

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