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Einen Tusch auf die Nachhaltigkeit. Stellten den neuen Nachhaltigkeitspass vor: Peter und Verena Spanrad, Karl-Heinz Wimmer, Nicole Spanrad, OB Tobias Eschenbacher, Sabine Schweighöfer, Günther Sesselmann, Matthias Spanrad und Wolfgang Billmayer (v. l.).

Einkaufskompass für nachhaltigen Einkauf vorgestellt

„Unseren Blickwinkel erweitern“

Freising ist „Fair-trade-Stadt“. Seit Juni 2011 wird in der Domstadt Bewusstsein für die Bedeutung des fairen Handels geschaffen. Ein wichtiger Schritt ist mit dem neuen Einkaufskompass „Nachhaltig Leben in Freising: regional ökologisch – fair“ geglückt. Die Broschüre wird am heutigen Samstag auf dem Grünen Wochenmarkt verteilt.

Das „Faire Forum Freising“, ein Team von acht ehrenamtlich tätigen Freisingern, erhielt bei der Präsentation der Broschüre am Donnerstagabend im großen Sitzungssaal des Rathauses jede Menge Applaus dafür. Als Teil des Agenda21- und Sozialbeirates der Stadt Freising hat sich die Projektgruppe „Faires Forum Freising“ entwickelt. „Wir wollten unseren Blickwinkel erweitern“, sagten die beiden Sprecherinnen des Teams, Verena und Nicole Spanrad.

 Da sei es folgerichtig gewesen, aufzuzeigen, dass „über den Weltladen Freising hinaus“, noch viele andere Möglichkeiten für bewussten und nachhaltigen Einkauf bestünden. Das Sortiment der Freisinger Gewerbetreibenden wurden hinsichtlich der Kategorien „regional“, ökologisch“ und „fair“ bewertet. Mit Hilfe eines Punktesystems von einem bis sechs Punkten kann sich der Kunde schnell einen Überblick verschaffen. Symbolischen Farben deuten auf die jeweiligen Eigenschaften der Produkte hin: Ein roter Button mit Freisinger Bär steht für Regionalität, grün für ökologisch erzeugte Produkte und blau für die Produkte aus fairem Handel. Grundkonzept und Gestaltung der Broschüre lagen in den Händen von Matthias Spanrad. „Wir haben uns bewusst für den Namen Kompass entscheiden“, betonte der Gymnasiallehrer. Dies impliziere, dass jeder Bürger, genau dorthin navigieren könne, wo er hin möchte.

 „Ganz ohne erhobenen Zeigefinger“, so Spanrad. Die Broschüre gibt Auskunft über nachhaltige Einkaufsmöglichkeiten für Lebensmittel, Kleidung, Bauen und Wohnen, sowie für andere Dinge des täglichen Gebrauchs. „Man kann in Freising sogar eine Reisezahnbürste mit einem Griff aus Bambusholz kaufen“, sagte Spanrad und lacht. Als Kunde sollte man einfach den Mut aufbringen, die Geschäftsleute bezüglich nachhaltiger Produkte direkt anzusprechen. Angaben von Direktvermarktern und Wochenmärkten komplettieren den Einkaufskompass. In der Mitte der Broschüre informiert eine Legende über die Standorte der Geschäfte. Das ist hollywoodreif“, lobte Oberbürgermeister Tobias Eschenbacher. Er sei total begeistert über ein solch „cooles“ Angebot. 

Der besondere Dank des „Fairen Forum Freising“ gehe an die Sponsoren und an die Bürgerstiftung Freising, die es ermöglicht hätten, dass der Einkaufskompass kostenlos zur Verfügung gestellt werden könne, betonte Verena Spanrad. Der Einkaufskompass „Nachhaltig leben in Freising:regional – ökologisch – fair“ ist in einer Auflage von 10 000 Stück erschienen und ab sofort im Rathaus, in der Touristinformation sowie in den Geschäften, die darin aufgenommen sind, kostenfrei zum Mitnehmen erhältlich. Zu ersten Mal gibt es ihn am heutigen Samstag am Wochenmarkt auf dem Freisinger Marienplatz.

Maria Martin 

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