Polizei warnt: Passt zum Schulbeginn auf den Straßen auf!

Landkreis - Die Polizei warnt zum Schulbeginn: Es werden verstärkt Kontrollen in Schulbereichen durchgeführt - es gilt, besonders aufzupassen!

In der kommenden Woche, am Dienstag, beginnt in Bayern das neue Schuljahr. Mehrere tausend ABC-Schützen im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord werden dann ihren ersten Schultag antreten. Alle Verkehrsteilnehmer sind aufgefordert, besondere Vorsicht und Rücksicht walten zu lassen. Die Polizei wird die Schulwege überwachen und in diesem Bereich intensive Verkehrskontrollen durchführen.

Hinweise an Verkehrsteilnehmer

  • Kinder genießen besonderen Schutz im Straßenverkehr
  • Kinder sind klein und sehen nicht über geparkte Autos hinweg
  • Kinder sind keine kleinen Erwachsenen, weswegen immer mit unerwartetem Verhalten zu rechnen ist
  • Fahren Sie besonders in Wohngebieten, auf Schulwegen, an Haltestellen und rund um Schulen und Kindergärten langsam. Es gilt die Devise: Zum Schutz unserer Kinder runter vom Gas und jederzeit bremsbereit.
  • Beachten Sie die speziellen Regelungen für Autofahrer zur Schrittgeschwindigkeit an Schulbushaltestellen
  • Geben Sie als Fußgänger oder Radfahrer den Kindern ein gutes Vorbild. Falsche Verhaltensweisen werden von Kindern schnell übernommen.

Im vergangenen Schuljahr 2015/2016 erhöhte sich die Zahl der Schulwegunfälle im Präsidialbereich gegenüber dem Vorjahr geringfügig auf 90 (Vorjahr: 87), dabei wurden wie im Jahr zuvor auch 94 Kinder verletzt. Glücklicherweise war kein tödlicher Schulwegunfall (Vorjahr: 1) zu verzeichnen.

Tipps für Eltern

  • Helle, gut sichtbare, am besten mit reflektierenden Materialien ausgestattete Kleidung und Schulranzen verbessern die Erkennbarkeit der Kinder für andere Verkehrsteilnehmer
  • Der Schulweg sollte vor dem ersten Schultag mit den Kindern wiederholt geübt werden
  • Zeigen Sie ihrem Kind das richtige Verhalten beim Überqueren einer Straße und weisen es auf mögliche Gefahrenquellen hin
  • Das richtige Verhalten beim Ein- und Aussteigen an Schulbushaltestellen sollte mit den Kindern besprochen und ebenfalls geübt werden.
  • Bei der Auswahl des Schulwegs sollte die sicherste Variante, die über Querungshilfen wie Fußgängerampeln oder Zebrastreifen verfügt, der kürzeren vorgezogen werden. Viele Gemeinden bieten Schulwegpläne zur Orientierung wieder an. 
  • Wird der Schulweg mit dem Privatauto bewältigt, sollten Eltern ein besonderes Augenmerk auf die richtige Sicherung ihrer Kinder in einem geeigneten Kindersitz richten
  • Gehen Sie selbst immer mit gutem Beispiel voran - Eltern sind Vorbilder.

Diese Fakten verdeutlichen, wie wichtig es ist die Kinder zu unterstützen, um einen möglichst sicheren Schulweg zu gewährleisten. Eine Aufgabe, bei der neben den Verkehrsteilnehmern auch Eltern, Schule und Sicherheitsbehörden gleichermaßen gefordert sind. Im Rahmen der landesweiten Aktionstage werden die Angehörigen der Dienststellen des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord gerade in den ersten Tagen und Wochen verstärkt in Sachen Schulwegsicherheit unterwegs sein. Neben verstärkten Geschwindigkeitsüberwachungen wird zugleich besonderes Augenmerk auf die Einhaltung der Gurtanlege- und Kindersicherungspflicht gelegt. Der Anteil der nicht gesicherten Pkw-Insassen an Verkehrstoten ist in Bayern weiterhin hoch. Fast jeder vierte tödlich verunglückte Pkw-Insasse war 2015 nicht angeschnallt. Schwerpunktmäßig finden diese Kontrollen im unmittelbaren Bereich von Schulen, Kindergärten und stark frequentierten Schulwegen statt.

Rubriklistenbild: © dpa

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