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Wie aus der Werbung: In ländlicher Idylle genießt Laura Bruckmeier (r.) aus Sünzhausen das Weißwurst-Frühstück mit der Familie. Im Biergarten vor der Tenne auf dem Hof der Familie Schuhbauer konnten es sich die zahlreichen Besucher schmecken lassen.

Premiere

Freisinger Land: Sattes Programm beim Erlebnistag in Kirchdorf

Kirchdorf - Aus der Region für die Region oder kurz: Freisinger Land. Damit die Initiative und der Zusammenschluss aus Erzeugern und Vermarktern noch bekannter wird,  hat nun erstmals ein Erlebnistag in Kirchdorf stattgefunden. Dort wurde nicht nur der Hunger nach Informationen gestillt.

Ein Erlebnis war allein schon der Blick auf die Produkt- und Angebotspalette von Freisinger Land, die in Schuhbauers Tenne in Kirchdorf von Brot über Fleisch bis hin zu Honig reicht. Wem da das Wasser im Mund zusammenlief, der musste nicht darben: Im Biergarten vor der Tenne der Familie Schuhbauer konnte man sich erst Weißwürste, dann ein leckeres Mittagsm ahl und später Kaffee und Kuchen schmecken lassen – alles selbstverständlich aus der Region und für die Region. Für den Nachwuchs hatte man eine der beliebten Hüpfburgen aufgeblasen, außerdem ließen sich ein Schaf und zwei süße braune Kälbchen in einem kleinen Gehege geduldig streicheln.

Die stolzen Freisinger-Land-Erzeuger mit ihren Produkten.

Doch auch mit Informationen wurden die Besucher gefüttert. Wie man die regionale Energiewende vor Ort realisieren kann, das beschrieben Andreas Henze und Martin Hillebrand, die beiden Vorstände der Bürger Energie Genossenschaft (BEG) Freisinger Land eG, die beispielsweise das Windrad bei Kammerberg (Gemeinde Fahrenzhausen) betreibt. Wie in Zusammenarbeit mit den Landwirten vorbeugender und wirksamer Hochwasserschutz realisiert werden kann, das erklärte Matthias Maino, Vorsitzender von Freisinger Land e.V., den Zuhörern vor dem Mittagessen in prägnanten Worten: „Damit der Regentropfen im Landkreis Freising bleibt und nicht über die Theke des Goldenen Ochsen in Passau fließt, braucht es die Landwirte.“ Weil beispielsweise durch das Einarbeiten einer einen Zentimeter dünnen Humusschicht in den Boden pro Hektar 70 000 Liter Wasser zurückgehalten werden können, habe der Freistaat im Rahmen von „boden:ständig“ 35 Projektgebiete in Bayern ausgewählt – drei davon im Landkreis Freising. Um den Boden so zu behandeln und zu bearbeiten, dass er den Regen speichern und aufnehmen könne, seien nicht nur viele Bürgermeister „vorbildlich“, wie Maino betonte. Die „wichtigsten Gestalter der Kulturlandschaft“ seien die Landwirte, die künftig also nicht nur als Nahrungsmittelproduzenten und Energieerzeuger fungieren würden, sondern auch für den Hochwasserschutz von großer Bedeutung seien. Und letztlich sei der Landwirt ja Klimaschützer. „Dafür kann man ihm gar nicht dankbar genug sein“, betonte Maino.

Mindestens genauso viel Lob gab es am Montag für die Produkte von Freisinger Land e.V.. Die konnten die zahlreichen Besucher in der Sonne oder im Schatten genießen.

Gut zu wissen

Um Verwechslungen vorzubeugen: Freisinger Land gibt es in zwei Formen. Unter dem Markennamen firmiert zum einen die Genossenschaft, die mit Hilfe erneuerbarer Energien die dezentrale Energiewende im Landkreis stemmen möchte. Zum anderen gibt es den gleichnamigen e.V., der sich um die Vermarktung regionaler landwirtschaftlicher Produkte kümmert.

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