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Beim „Rosenpfade“-Testlauf hatten vor allem Christina Metz (als Apothekenhelferin in der Mittagspause), Patrick Schladt (als Stadtgärtner) und Führerin Myriam Wagner-Heisig ihre großen Auftritte. Mit dabei: Alexander Heisig, Andrea Schneider und Werner Gifthaler.

Freisinger Stadtbär

Neue Führung auf den Spuren der Rose

Stadtführung und Rollenspiel, in historischen Kostümen und angereichert mit jeder Menge Hintergrundwissen über die Stadtgeschichte: Mit diesem Konzept hat die Initiative „Freisinger Stadtbär“ ein Erfolgsmodell kreiert. Neueste Variante: eine Exkursion, die den Titel „Rosenpfade“ trägt.

Dass Freising auch „Rosenstadt“ ist und diesen Titel zurecht trägt, dafür spricht die neueste Führung der „Stadtbär“-Verantwortlichen. Die Königin aller Blumen ist nämlich an allen Ecken und Enden der Domstadt zu entdecken, wie sich bei einer Vorabpräsentation der Tour herausstellte. Der gut 60-minütige Probelauf führte von der Roseninsel an der Moosach über den Mohrenbrunnen und den Marienplatz bis in den Amtsgerichtsgarten.

Mitgegangen bei der Generalprobe sind neben den beiden Protagonisten Christina Metz, die eine Apothekenangestellte in der Mittagspause spielte, und Patrick Schladt, der einen Stadtgärtner mimte, noch „Stadtbär“-Mitglieder und Angehörige wie Andrea Schneider, Werner Gifthaler und Alexander Heisig.

An allen Stationen wusste Führerin Myriam Wagner-Heisig einen interessanten Bezug zu der Königin der Blumen, respektive der Rosenstadt Freising herzustellen. Am Mohrenbrunnen war es freilich das Wappen des Landkreises, das von Rose geschmückt wird. Einst war die Rose aber auch im Stadtwappen beziehungsweise im Hoheitszeichen der Stadt eine feste Größe, wie Wagner-Heisig berichtete.

Auf der Roseninsel war der Bezug zum Titel „Rosenstadt“, den Freising seit 2001 stolz trägt, dagegen offensichtlich: Überall majestätische Blumen mit duftenden Blüten. Dass es insgesamt 86 Sorten sind, die man auf dem 550 Quadratmeter großen Areal bewundern kann, das hätten wohl die wenigsten der Teilnehmer gedacht.

Zu den Stationen auf dem Rosenpfad gehörte auch die sogenannte Freitag-Weide am Wörth, die man 1950 gepflanzt hat, um an die glückliche Rückkehr eines Kriegsgefangenen zu erinnern. An dieser Stelle hatte der „Stadtgärtner“ seinen großen Auftritt: Er fiel der Führerin prompt ins Wort und erinnerte daran, dass man ja etwas existenziell Wichtiges vergessen habe beim Besuch der Roseninsel: dass diese vom Freisinger „Rosenprofessor“ Josef Sieber ins Leben gerufen und entsprechend bestückt worden war. Metz und Wagner-Heisig holten das Versäumnis in Gänze nach, schilderten Leben und Schaffen von Sieber in aller Ausführlichkeit. Überraschungsmomente wie diese sind es, auf die sich die Teilnehmer an der Führung „Rosenpfade“ gefasst machen können. Sie umfasst acht Stationen und soll gut eine Stunde dauern.

Gut zu wissen

Die Premiere findet am Samstag, 11. Juni, um 11 Uhr statt (Treffpunkt Mohrenbrunnen). Karten sind in der Touristinfo am Marienplatz erhältlich. Sie kosten 13 Euro. Infos unter www.freising-stadtbaer.de.

Alexander Fischer

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