Rund 31 000 Euro werden die Glaselemente rund um die Tribüne kosten. Grafik: Helmut Köpf

Glas soll Fans vor Wind und Wetter schützen

Hallbergmoos - Den Zuschauern auf der Tribüne im Hallbergmooser Sportpark weht mitunter ein kalter Wind um die Nase. Und daran sind keineswegs die VfB-Kicker schuld: Vielmehr gibt es ein „Zugluft-Problem“. Der Planungsausschuss hat nun über die Optionen beraten und sich für die „kleine“ Lösung ausgesprochen.

Es klafft eine 1,60 Meter hohe Lücke zwischen der Windschutzverglasung und dem Tribünendach. Um die Fans besser vor Wind und Regen zu schützen, hatte Architekt Helmut Köpf auf Wunsch des Gemeinderats zwei Verbesserungsvorschläge ausgearbeitet. Um die „Leichtigkeit“ des Tribünendachs zu erhalten, setzt er in beiden Fällen eine Glaskonstruktion: Bei der „kleinen“ Lösung - Schätzkosten etwa 31 000 Euro - wird die Lücke zwischen Dach und Front auf einer Länge von 42 Metern und den Seiten (ca. vier Meter) mit schräg aufgesetzten Glaselementen geschlossen. Die „große“ Lösung für etwa 44 000 Euro sähe vor, zusätzlich die beiden vorhandenen Seitenscheiben durch höhere und breitere Glasfronten (je 3 mal 5 Meter) zu ersetzen.

Gegenüber der kostengünstigeren Variante hätte diese laut Köpf den Vorteil, dass man den seitlichen Windeintrag minimieren könnte. Der Planer selbst, Silvia Edfelder (CSU) und Heinz Bergmeier (SPD) favorisierten diese Problemlösung: „Ich will mir hinterher nicht den Vorwurf anhören, wir hätten’s gleich g’scheid machen sollen,“ so Bergmeier.

Heinrich Lemer (FW), regelmäßiger Tribünengast, machte deutlich, dass ihn der Wind „nicht sonderlich stört“. Mit „a bissl Luftbewegung“ müsse man bei einer Freiluftsportart rechnen. Die kleine Lösung reiche, um dem Komfortbedürfnis der Hallbergmooser nachzukommen. Hermann Hartshauser (Einigkeit) sah’s ähnlich: Bei starkem Wind seien allenfalls die ersten Meter der Tribüne beeinträchtigt. Der zusätzliche Kostenaufwand „für ein kleines Eckerl“ lohnt in seinen Augen nicht.

Bürgermeister Harald Reents beschäftigte zudem die Frage, wie Bruchanfälligkeit die große Seitenverglasung ist. Köpf machte deutlich, dass man Sicherheitsglas verwendet. Nichtsdestotrotz sprach der Planungsausschuss mit 5:2 Stimmen die Empfehlung an den Gemeinderat aus, sich für die billigere Variante zu entscheiden.

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