Überraschung geglückt: Prinzessin Andrea I. und Prinz Christoph II. hielten ihre Kür bis zuletzt streng geheim. Fotos: Fischer

Ein Glückfall für den Fasching

Gammelsdorf - Die Spannung war förmlich zu spüren in der Faschingshochburg Gammelsdorf: Bis zuletzt hatte man die Namen des Prinzenpaares geheim gehalten. Man ließ sich Zeit bei der Herleitung, holte sich sogar geistlichen Beistand.

Das neue Prinzenpaar ist ein Glückfall. Darin war man sich nach der Vorstellung beim traditionellen Weinfest in der Turnhalle einig. Nicht nur, weil Prinz Christoph II. mit bürgerlichen Namen Glück heißt, sondern auch, weil ihm und seiner bezaubernden Prinzessin Andrea I. ein Einstand in die neue Faschingssaison vergönnt war, wie er wohl seinesgleichen sucht.

Selten so gelacht, mögen sich die Besucher gedacht haben. Die Vorstellung ihrer Tollitäten war geschickt eingefädelt - vor dem Hintergrund einer bekanntlich geschlossenen Sparkasse im Ort, die keine Zinsen mehr abwirft und sich einfach nicht mehr rentiert. Anstelle dessen hielt eine Außenstelle der Polizeiinspektion Moosburg Einzug in die „Spaßkasse“. Wie auf dem Land üblich, geht das nicht ohne geistlichen Beistand.

Kein Wunder also, dass den Weinfest-Besuchern schon wenig später Weihrauchgeruch in die Nase stieg. Unter Applaus und jeder Menge Gelächter hielten schließen zwei Ministranten und der „Herr Pfarrer“ höchstpersönlich Einzug in der Turnhalle - sichtlich um Haltung bemüht und kräftig mit dem Weihrauchkessel schwenkend. Als Pfarrer Stupak, dargestellt von Andreas Mirlach, dann auch noch salbungsvolle Worte sprach am Rednerpult, gab es in den Reihen der Besucher kein Halten mehr. Gelächter und Gejohle allenthalben.

Die Geschichte, dass die beiden neuen Dorfpolizisten nach zwei vermissten Personen fahnden, ging dabei fast unter. Das war auch gut so, denn als sich der Vorhang wenig später teilte und Prinzessin Andrea I. und ihr Prinzgemahl Christoph II. ins Rampenlicht traten, war die Überraschung um so größer.

Die neuen Regenten tragen die Namen Andrea I. von Büromanagement und Skitalent wie Christoph II. von Personalpolitik und Tennisgeschick. Sie sind auch im richtigen Leben ein Paar und machten eine gute Figur. Der redegewandte Prinz kam sogar ohne Manuskript aus bei seiner Begrüßung.

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