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Ein begeistertes Publikum klatschte im Takt zur fetzigen Boogie-Musik. Wo am Anfang nur zurückhaltend mit dem Fuß gewippt wurde, war am Ende klar, wer ein begeisterter Fan des Rock’n Roll-Musik ist.

Das Sommerfest des Kulturvereins Haag

Laue Nacht mit "Summer-Boogie"

Haag - Eine laue Sommernacht am Haager Weiher, bunte Lichterketten in den Bäumen und die Klänge von klassischem Rock’n Roll und fetzigem Boogie: Ein Sommerfest der etwas anderen Art feierte der Kulturverein Haag am vergangenen Freitag.

Es gibt ihn noch, den guten alten Rock’n Roll – und das machte sich der Kulturverein Haag zum Motto des diesjährigen Sommerfests. „Summer-Boogie“ war das Thema dieses ganz besonderen Abends am Haager Baggerweiher. Die Münchner Band „Brass Knuckle Boogie“ sorgte bei dem Event für Stimmung. „Wir haben das Fest etwa ein halbes Jahr im Voraus geplant“, erzählt Katharina Aurich vom Vorstand des Kulturvereins. Und weiter: „Alle haben so fleißig mitgeholfen. Ganz besonders dankbar sind wir der Gemeinde Haag, die uns das hier ermöglicht hat.“ Und auch für das kulinarische Wohlergehen der Gäste war gesorgt: von Bratwurstsemmeln und einem Eintopf über verschiedene Sorten Bier und Erfrischungsgetränke war alles geboten.

So konnte man sich gut verköstigt zurücklehnen und der Musik lauschen. Doch nicht nur den Ohren war etwas geboten, sondern das Konzert war auch etwas fürs Auge. Denn die fünf feschen Musiker mit Kontrabass, Keyboard, Schlagzeug und Gitarren auf dem Steg, der direkt ins Wasser führt, bot einen ganz besonderen Anblick. Und auch die Band genoss die Szenerie des Haager Baggerweihers. „Das ist eine der besten Locations, wo wir je gespielt haben – einfach ein Traum“, so Gitarrist und Sänger Simon, alias „Little John“. Bedenken, dass die Musikrichtung zu speziell für das Publikum sein könnte, hatte jedoch niemand. „Unsere Musik ist für Jedermann, Rockabilly und Boogie kennen eigentlich alle“, davon ist Simon überzeugt.

Und das war im Publikum unschwer zu erkennen. Wo anfangs nur ein paar Füße der Gäste mitwippten, twisteten einige Begeisterte am Ende sitzend auf ihrer Bierbank. Großen Applaus gab es nach jedem Lied jedenfalls von allen 130 Gästen. Nachdem die Sonne am Horizont langsam untergegangen war, machten die Mitglieder des Kulturvereins ein großes Lagerfeuer. Die bunten Lichterketten in den Bäumen, das Knistern des Lagerfeuers und die rauchig voluminöse Stimme des Sängers Christian erschufen eine einmalige Szene. Doch die Natur hatte auch so ihre Tücken. „Ich habe gerade drei Fliegen verschluckt“, erzählt Gitarist Simon dem Publikum nach einem fetzigen Lied. Eine ganz persönliches Anliegen hatte die Band an diesem Abend noch: „Dass Live-Musik am Leben bleibt und man auch weiterhin mit ehrlichen Instrumenten wie zum Beispiel dem Kontrabass auf Auftritten spielen kann. Denn Live-Bands haben doch einen ganz anderen Charakter als Musik von der Platte.“

Victoria Stettner

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