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Die Haindlfinger plagen kaum Probleme. OB Tobias Eschenbacher berichtete, welche großen Brocken die Stadt Freising in den nächsten Jahren zu stemmen hat.  

Bürgerversammlung Haindlfing

Alles okay im hohen Freisinger Norden

Haindlfing - Bürgerversammlung in Haindlfing – das bedeutet vor allem Information aus erster Hand über das, was in der Stadt Freising ansteht. Probleme gibt es nämlich nur marginal im nördlichsten Stadtteil.

Dennoch war die Versammlung in der kleinen Gaststube im Gasthaus Landbrecht recht prominent besucht. Neben MdL Benno Zierer waren auch des Oberbürgermeisters beide Stellvertreter, Eva Bönig und Hans Hölzl, im Schneegestöber nach Haindlfing gefahren. Und so hatte OB Tobias Eschenbacher zunächst Zahlen über die Einwohnerentwicklung Freisings parat. Insgesamt sei hier ein steter Anstieg zu verzeichnen. Jetzt steht man bei 48 000 Einwohnern, wobei es allerdings in Haindlfing (460), Itzling (68) und Untergartelshausen (141) keinen Zuwachs gegeben habe. Hier blieben die Einwohnerzahlen in den vergangenen zehn Jahren weitgehend konstant, erläuterte der OB. Das stete Bevölkerungswachstum bringe natürlich Probleme bei den Infrastrukturmaßnahmen mit sich, sagte Eschenbacher. Zwar werde diese Problematik laufend in München bei irgend welchen Konferenzen thematisiert, „aber eine schnelle Lösung wird es nicht geben“. Auch zum 48-Millionen-Haushalt der Stadt verlor der OB ein paar Worte. Der Etat konnte für 2016 nur deswegen ausgeglichen gestaltet werden, weil entgegen der Regel und wegen einer Gewerbesteuerrückzahlung 4,5 Millionen Euro vom Vermögens- in den Verwaltungshaushalt umgeschichtet werden mussten. Millionen werden in der Zukunft in der Stadt für eine Reihe von Großprojekten bewegt. Der OB nannte hier das Projekt neues Frei-/Hallenbad auf dem Gelände des angestammten Bades in Lerchenfeld, das mit der Freibadsaison 2018 eröffnet werden soll. Während der Bau- und Umbauphase wird aber der Badebetrieb aufrechterhalten, sagte der Rathauschef. Der Umbau der Innenstadt, die niveaugleich gepflastert wird, ist ein Langfristprojekt bis zum Jahr 2021 – mindestens. 45 Millionen wird man für die Sanierung und den Umbau des Asamkomplexes in die Hand nehmen müssen. Aber wie die Finanzierung aussehen soll, sei noch völlig offen. Man hofft, Fördertöpfe anbohren zu können, so der OB. Der Zustimmung von Kultusminister Ludwig Spaenle sei man aber sicher. Groß sind Eschenbachers Hoffnungen auch, was den Tunnelanstich für die Westtangente angeht. Das sollte sogar noch in diesem Jahr passieren. Im Isarauenpark Süd (Schlüterareal) gilt auch das Prinzip Hoffnung. Dort wird jetzt im Frühjahr zu bauen begonnen und „hoffentlich haben wir 2017 dann wieder ein Kino in Freising“. Neben den langfristigen Projekten wie Steinpark, Isarstraße, Seilerbrücklwiesn, Holzgartenstraße, städtebaulicher Wettbewerb an der Angerstraße, sei man aktuell auch permanent in die Asylbewerberunterbringung eingebunden. In der Stadt Freising seien derzeit exakt 891 Flüchtlinge unterbracht, betreut von einem „sehr guten Helferkreis“. Und die Haindlfinger Sorgen und Nöte? Der Breitbandausbau schreitet voran, verspricht der OB, auch weil es mehr Fördermittel vom Freistaat gibt und die Stadt selber auch nochmal Geld in die Hand nimmt. Der Vorplatz am Haindlfinger Feuerwehrhaus wird demnächst „ertüchtigt“, und um eine bessere Bus-Anbindung von Pettenbrunn nach Freising zu erreichen, will Eschenbacher mit der Stadtwerkespitze im Beisein von Pettenbrunner Bürgern reden.

Heinz Mettig

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